Advent, Advent, 14. Türchen

advent14

Über „quality time“ und „waste of time“ – ein etwas anderes Zeitmanagement

Vor ein paar Wochen hat meine Kollegin Amel Lariani eine sehr interessante Zeiteinteilung veröffentlicht.

Zunächst einmal schrieb sie: „Zeit ist eines der wenigen Dinge im Leben die gerecht verteilt sind, jeder von uns hat 24 Stunden täglich.“ Um Lebenszeit aktiv zu gestalten hat sie eine einfache Aufteilung von Zeiterleben entwickelt.

  • quality time: alles was positive Gefühle auslöst
  • ntbd time: es gibt Dinge im Leben die müssen erledigt werden, auch wenn sie nicht unbedingt Spaß machen (need to be done)
  • waste time: alles was negative Gefühle auslöst

Sie empfiehlt, eine Woche lang alle Aktivitäten auf diese drei Zeitempfindungen zu verteilen. Am besten farblich markiert. Das hilft, um schnell einen Überblick zu bekommen, wie es um deine Zeit bestellt ist.

Gesundes Gleichgewicht

Amel schreibt, dass sie einige Male den Mut hatte, sich beruflich zu verändern, weil für sie Spaß am Tun, also „quality time“ an oberster Stelle steht. Aus meiner Erfahrung heraus, kann ich sagen, dass es wohl in jedem Beruf alle drei Zeiterleben gibt. Wichtig für mich ist, dass ein gesundes Gleichgewicht entsteht, bei dem ich immer wieder Freude am Tun empfinde.

Würde es mir gar keinen Spaß machen, zu schreiben, wäre es verrückt, so einen Adventskalender zu erstellen. Dass es bei 24 Tagen zwischendurch aber auch Tage gibt, an denen das Verfassen des „Türchens“ sich eher nach „need to be done“ anfühlt, gehört für mich dazu.

Lieben, was man tut

Interessant wird es auch, wenn ich mir überlege, wie kann ich „need to be done“ umwandeln in „quality time“? Vor Jahren habe ich in „FISH!. Ein ungewöhnliches Motivationsbuch“ die Geschichte gelesen, über die Großmutter, mit der die Enkel gern spülten. Diese Großmutter liebte nicht per se das Geschirrspülen . Aber sie ging mit Liebe an die Arbeit und deswegen machte auch den Enkeln das Spülen mit ihr Spaß.

Vor ein paar Tagen schrieb mir hier auf dem Blog Irmhild, dass sie derzeit ihren schwerkranken Mann pflegt. Da ist mit Sicherheit sehr viel „ntbd“ Zeit dabei. Und gerade in solchen Zeiten ist es wichtig, sich einerseits Zeitfenster für sich selbst zu reservieren, reine „quality time“ und andererseits das, was ansteht, das „need to be done“, mit so viel Liebe wie möglich zu machen, auch wenn es vielleicht nicht unbedingt Dinge sind, die wir lieben.

Aussortieren oder annehmen

Auch die „waste time“, also die Zeit, die negative Gefühle auslöst, lässt sich über die Einstellung einteilen in Dinge, Aktivitäten oder auch Menschen, von denen ich mich trenne oder Dinge, die eben ins „ntbd“ fallen.

Vielleicht erinnert dich diese Art des Zeitmanagements an „love it, change it, leave it“. Ich finde, die Idee, dieses Prinzip auf unsere Lebenszeit zu übertragen großartig. Es bekommt damit für mich noch einmal eine größere Bodenständigkeit.

Achte also in der nächsten Zeit mal darauf:
„Wer oder was kostet mich Energie?“
„Wer oder was gibt mir Energie?“
„Wo sind Zeitfresser?“

Viel Spaß mit diesem etwas anderen Zeitmanagement.

Falls du täglich den neuesten Beitrag bequem in deinem Emailpostfach finden möchtest, kannst du dich hier noch dafür anmelden.

 Die Autorin: Ingrid Huttary, Aufbruchs- und Dranbleibcoach ingrid-rund

  • Die Weihnachtsfeiertage nahen und du fragst dich, wie es dir gelingen könnte, sie dieses Jahr als „quality time“ zu erleben?

Hol dir Unterstützung.
Wir kriegen das hin – versprochen!

mehr Information zum Weihnachtsspecial

Melde dich hier an, um entspannt über die Feiertage zu kommen.

Live in Berlin oder via Skype.

follow: facebooklinkedin

Wenn dir dieser Artikel gefallen hat, gefällt dir vielleicht auch ...

1 Antwort

  1. 22. Dezember 2016

    […] Und falls du merkst, dass du nicht einfach alle Wünsche 1:1 umsetzen kannst, dann schau vielleicht nochmal auf Amels etwas anderes Zeitmanagement im 14. Türchen. […]

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.