Ein besseres Leben – so geht‘s

Besseres Leben - Frau mit Glühbirnen

Ein besseres Leben – so geht‘s

Gestern habe ich bei einem Kollegen einen Satz gelesen, der es auf den Punkt bringt: Wenn du ein besseres Leben willst, dann musst du dein Leben auch besser machen!

Das Jammertal

Ich kenne viele Menschen, die im Jammertal hängenbleiben. Was ja auch verständlich ist. Denn Verantwortung selbst zu übernehmen, ist anstrengend. Es ist im ersten Moment viel leichter, zu klagen und andere für die Misere verantwortlich zu machen. Je nach Vorliebe, den Partner, die Kinder, den Staat, die Politiker, die da oben, die Nachbarn, die Kollegen, die Chefs – die Liste möglicher Verursacher des eigenen Leids ist lang. Hauptsache ich muss mich nicht an die eigene Nase fassen.

verhallende Ratschläge

Wenn dann wohlmeinende Freunde einem gute Ratschläge geben, heißt es nur: „Ja, ja“, gern ergänzt durch: „Du hast gut reden.“ Was die Freunde, die einem ja meist wirklich Gutes wollen, dann bisweilen auch verdrießt. Erst hören sie sich das ganze Gejammer an und dann verhallen ihre Lösungsvorschläge auch noch ungehört.

Große Hebel

Der Kollege, bei dem ich den Eingangssatz gelesen habe, empfiehlt kleinschrittige Veränderungen, am besten natürlich mit großem Hebel. All die Dinge, von denen wir wissen, dass sie uns gut täten, die aber eben auch mit Aufraffen und Durchhalten verbunden sind. Weswegen sie meist entweder nur ganz kurz in Hauruck-Aktionen angegangen werden oder gar nicht erst. So etwas, wie: regelmäßig Sport machen, gesünder essen, weniger Fernsehen oder einfach nur mehr von dem ins eigene Leben integrieren, was Spaß macht.

Gute Gewohnheiten

Der Weg dahin, solche Veränderungen nachhaltig anzugehen, besteht darin, kleine, kaum merkliche Schritte als feste Gewohnheiten ins eigene Leben zu integrieren. Schritte, die so mühelos gehen, dass das Aufraffen schön einfach bleibt. Also nicht gleich dreimal die Woche anderthalb Stunden Joggen, damit es sich auch lohnt. Sondern lieber eine Haltestelle zu Fuß gehen auf dem Weg zur Arbeit, um Bewegung in den Alltag zu bekommen.

Mach es dir leicht

Wenn es der tägliche frische Smoothie sein soll, dafür sorgen, dass ich es mir so leicht, wie möglich mache, ihn zu produzieren. Also nicht mit Zutaten beginnen, die zu erjagen mich bereits viel zusätzliche Zeit und Wege kostet. Und nur eine kleine Veränderung nach der anderen. Gerade wenn es um das Thema Gewicht und Wohlfühlen im eigenen Körper geht, neigen viele Menschen dazu, entweder radikal ganz viel zu verändern – oder dann doch lieber gar nichts.

Und der Weg, radikal ganz viel zu verändern führt meist recht bald dazu, wieder gar nichts dafür zu tun. Weil es sich dann eben nicht leicht, angenehm und mühelos fast unbemerkt einschleift.

Das Gehirn anregen

An dieser Stelle noch ein Tipp für die wohlmeinenden Freunde. Meine Chorleiterin zitiere ich immer mal wieder mit dem Spruch: Ratschläge sind auch Schläge. Auch wenn sie noch so gut gemeint sind, verhallen Vorschläge meist. Weil sie eben nicht dazu anregen, selbst das Gehirn in Gang zu setzen. Oder wenn doch, dann nur, um im Widerstand Gegenargumente zu finden, warum es in diesem speziellen Fall unseren Gegenüber nicht möglich ist, die gut gemeinten Anregungen umzusetzen.

Schlaue Fragen

Wenn du also genug gehört hast vom Leid deines Gegenübers, stell lieber Fragen, zum Beispiel:

  • Angenommen du könntest einen ersten kleinen Schritt tun, damit es besser wird. Welche wäre das?

Oder die Kurzform:

  • Welcher kleine erste Schritt könnte eine Verbesserung bringen?

Oder:

  • Was kannst du sofort tun, damit es wenigstens ein bisschen besser wird?
  • Wenn du dir wirklich ein besseres Leben wünschst. Was kannst du selbst ab heute dafür tun?

Die Ideen sind dann vielleicht nicht ganz so brillant, wie die eigenen, aber ihre Chancen auf Umsetzung stehen deutlich besser! Und damit auch die Chancen, sich auf Dauer doch zumindest ein klein wenig in die Richtung auf ein besseres Leben zu bewegen.

 Die Autorin: Ingrid Huttary, NLP-Lehrtrainerin und NLP-Lehrcoachingrid-rund

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