Gedankenfasten – Fasten kann so schön sein

Gedankenfasten

Gedankenfasten – Fasten kann so schön sein

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Deswegen habe ich ja auch meinen ersten Onlinekurs dem Etablieren von neuen positiven Gewohnheiten gewidmet. Frei nach dem Motto: Aus Gewohnheit glücklich.

Negative Denkgewohnheiten eindämmen

Heute möchte ich mal andersherum an das Thema heran gehen. Nicht positive Gewohnheiten etablieren, sondern negative Gewohnheiten eindämmen. Und zwar an der Stelle, wo „das Übel“ zumeist beginnt: bei den Denkgewohnheiten.

Jammerfasten

Ich habe in meinem Newsletter vor zwei Wochen den Hinweis auf die Jammerfasten-Challenge eines Kollegen geteilt. Weil mir die Idee gefällt. Die offizielle Fastenzeit ist zwar seit Karfreitag vorbei. Aber das macht nichts. Vielleicht hast du sie ja sogar genutzt, um zum Beispiel Süßigkeiten oder Fleisch zu fasten. Mir begegnet diese Variante des Fastens in meinem Bekanntenkreis und auch in dem meiner Töchter immer mal wieder.

Realitätserleben steuern

Bestimmte Denkgewohnheiten zu fasten, ist noch einmal eine ganz andere Variante. Und insofern spannend, als dass ja unser Erleben unserer Realität sich weit weniger aus dem Außen speist, als wir gemeinhin denken. Wir reagieren nie unmittelbar auf das Außen. Sondern immer nur auf das, was wir zwischen unseren beiden Ohren daraus machen.

Gedankenkarusselle stoppen

In unseren Köpfen laufen den ganzen Tag innere Dialoge ab. Und manch einer bewegt die mehr oder minder immer gleichen Gedankenkarusselle Tagein Tagaus. Da kann es schon sehr hilfreich sein, sich einfach mal eine Zeitlang bewusst zu machen, was da so im Inneren vor sich hin spukt. Und auf die Art und Weise eine neue Art von Selbstbewusstsein zu entwickeln. Selbstbewusstsein, im Sinne von sich seiner selbst bewusster zu werden. Was passiert da eigentlich in mir bzw. in meinem Kopf. Welche Denkschleifen bestimmen mein Sein?

Bewusstsein entwickeln

Um etwas fasten zu können, muss ich es erst einmal bemerken. Mir bewusst machen, wie oft ich fluche, jammere, schimpfe, meckere o.ä. Dann kann ich im nächsten Schritt diese Gedanken verabschieden. Am besten liebevoll. Denn, wenn ich jetzt anfange, mich selbst zu beschimpfen, bin ich ja gleich in der nächsten negativen Schleife.

Wie so oft: es geht um Selbstwirksamkeit. Mir bewusst machen, wie viel von dem, was ich vermeintlich im Außen erlebe, tatsächlich mit mir, mit meinem Denken zu tun hat.

Die eigenen Geschichten entdecken

Im Rahmen meines Adventskalenders habe ich eine Geschichte von einem Kollegen nacherzählt, über einen Kellner in einem französischen Restaurant. Der je nach Sichtweise, arrogant, unverschämt oder bewundernswert souverän reagiert? Wir leben in unseren Geschichten. In dem, was wir uns selbst erzählen über das, was wir erleben.

Ich war über Ostern gemeinsam mit meiner Schwester, die auch hier in Berlin lebt, bei meiner Familie im Rheinland. Wir haben dort viele spannende, intensive Gespräche geführt. Und je nachdem, wer gerade seine Erlebnisse wiedergab, haben wir unterschiedliche Geschichten gehört. Und wenn du jetzt meine Schwester und mich getrennt befragen würdest, würdest du wieder unterschiedliche Geschichten zu hören bekommen.

Gedankenfasten ist auch Geschichten fasten

Und deswegen finde ich die Idee charmant, mal eine Zeitlang bestimmte Gedanken und damit auch bestimmte Geschichten zu fasten. Oder auch einfach nur bestimmte Wörter. Den „Sau- oder Saftladen“, den „blöden“ Kollegen

Was zuerst passiert: ich bemerke überhaupt erst, was da so durch mein Hirn spukt. Das ist dann wie beim Süßigkeitenfasten. Auf einmal bemerke ich, wie oft ich gewohnheitsmäßig – ohne es mir bewusst zu machen – zu Eis, Gummibärchen oder Schokolade greife.

Im zweiten Schritt kann ich es dann mehr und mehr loslassen.

Also: Welche Gedanken möchtest du fasten?

 

 Die Autorin: Ingrid Huttary, Aufbruchs- und Dranbleibcoach ingrid-rund
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