Gegenwind als Aufwind

Wucht der Krise für Wachstum

Die Wucht der Krise für Wachstum nutzen

Für mich einer der Kerngedanken des NLP, ist die Idee des Reframings: „Nichts hat irgendeine Bedeutung, außer der, die ich ihm gebe.“ Nichts ist per se gut oder schlecht, erst meine Deutung und das Umfeld in dem ich es erlebe, macht es dazu – oder eben auch nicht.

Letztes Wochenende war ich auf einem Workshop von Werner Baumeister, der sich mit der Wirkung spezieller homöopathischer Mittel befasste. Es ging um diverse Aspekte des homöopathischen Mittels Seeadler. Und einer dieser Aspekte bezog sich auf die Idee, die Wucht der Krise für Wachstum zu nutzen. Ich finde die Formulierung großartig. Dieser Gedanke ist für mich persönlich noch stärker und attraktiver als der gängige Begriff von „Krise als Chance“. Und passt eins zu eins zur Idee des Reframings im NLP.

Berufliche Veränderung annehmen

Mir gefällt der Gedanke: Wenn ich mich schon verändern muss, weil es nicht mehr so weitergeht wie bisher, dann macht es Sinn, die Einladung anzunehmen, auch gleich daran zu wachsen.

Mir selbst geht es im Moment so, dass ich mich plötzlich mit einer großen beruflichen Veränderung konfrontiert sehe. Ich war es eigentlich ganz zufrieden, ein Rädchen im Getriebe eines größeren Trainernetzwerks zu sein. Doch wie das Leben so spielt, veränderten sich das Netzwerk und das Umfeld. Neue Menschen kamen dazu und plötzlich finde ich mich außerhalb des Getriebes wieder.

Es ist nun wahrlich nicht die erste Krise und nicht der erste Jobverlust in meinem Leben. Als ich vor inzwischen rund 18 Jahren mit meinen Töchtern schwanger war und mein Standort von der Fluggesellschaft zugemacht wurde, für die ich unterwegs war, habe ich auch nicht gleich gejubelt.

Aber ich habe zumindest erst einmal eine Abfindung mitnehmen können. Und im Grunde hatte ich auch nie vor, für den Rest meines Lebens Flugbegleiterin zu sein. Und so habe ich, als die Kinder aus dem Allergröbsten raus waren, mit der Abfindung meine NLP-Ausbildungen finanziert und bin heute froh, dass ich mich so sehr weiterentwickelt habe.

Unwillkürliche Bewertung in Frage stellen

Diesmal hatte ich eigentlich vor, langfristig zu bleiben. Meine allererste unwillkürliche Bewertung der Situation war deshalb alles andere als „Oh wie schön. Ich darf mal wieder wachsen.“ Hey, das war mein Lieblingsjob. Und meine unmittelbaren Gefühle für den neuen Kollegen waren nicht von großer Zuneigung geprägt. Ich oute mich heute mal: es kamen sogar gewisse Rachegedanken auf.

Unwillkürliche Rachegedanken sind für mich etwas zutiefst Menschliches. Allerdings finde ich, dass wir alle mit einem Großhirn ausgestattet sind, das uns dabei unterstützen kann, diese Gedanken zu transformieren. Ich halte nichts davon, Rache zu üben. Oder Rachegedanken zu hegen und zu pflegen. Weil ich denke, dass sie dann eine selbstzerstörerische Kraft entwickeln.

Den Engelaspekt beim Arschengel finden

Robert Betz hat für Menschen, die uns einladen zu wachsen, den Begriff „Arschengel“ geprägt. Und wenn ich Rachegedanken hege, geht es darum, den Engelaspekt zu finden. Ich habe für mich klar das Ziel formuliert, dass ich dem Kollegen irgendwann dankbar sein möchte. Noch bin ich nicht so weit, dass ich schon „Danke“ sagen könnte. Ich meine aus tiefstem Herzen, ernsthaft gefühlt. Als Lippenbekenntnis würde ich jetzt schon hinbekommen. Aber das Ziel ist, es wirklich zu empfinden.

Echte Transformation statt Lippenbekenntnissen

Immer wieder begegnet mir in Seminaren die Sorge, dass Reframing, also die bewusste Umdeutung, einhergeht damit, Dinge in mich hineinzufressen. Wenn ich etwas in mich hineinfresse, es in mir rumoren lasse, dann habe ich meine unwillkürlich Bewertung nicht losgelassen, sondern nur mit einem Lippenbekenntnis bemäntelt. Das halte ich tatsächlich nicht für gesund. Aber wahrzunehmen, dass meine unwillkürliche Bewertung mir selbst am allermeisten schadet und Wege zu finden, sie mehr und mehr loszulassen. Das macht gesund. Und allein schon dadurch, dass ich dieses Ziel habe, irgendwann dankbar zu sein, bin ich nicht mehr Opfer! Insofern ist nicht der Anlass, in meinem Fall der von mir wahrgenommene Verdrängungsprozess die Herausforderung, sondern die Herausforderung besteht darin, meine unwillkürliche Bewertung und die daraus resultierenden Gefühle zu transformieren.

Gegenwind als Aufwind

In meinem Buch habe ich bereits Anthony Robbins zitiert. Anthony Robbins fragt: Was ist der Unterschied, der den Unterschied macht? Und antwortet: Es ist die Art und Weise wie wir das, was geschieht, wahrnehmen und wie wir damit umgehen, die den Unterschied macht.

Und Werner prägte am Wochenende zum Seeadler passend das Bild: den Gegenwind als Aufwind nutzen. Das finde ich eine schöne und herausfordernde Aufgabe.

Ich habe beschlossen, mich der Herausforderung zu stellen. Frei nach dem Motto: starke Frauen braucht das Land. Ich nehme die Einladung an, zu wachsen und in diesem Fall ganz konkret meinen beruflichen Status und mein Unternehmen auf die nächste Stufe zu heben. Mehr dazu in den nächsten Wochen.

 Die Autorin: Ingrid Huttary, Entscheidungs- und Dranbleibcoach ingrid-rund
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1 Antwort

  1. Sarah sagt:

    Sehr spannende Ansätze, Ingrid. Freue mich auf mehr… und starke Frauen braucht nicht nur das Land, sondern die Welt- unser Universum !!

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