Motto-Ziele – Nutze die Macht des Unbewussten

Motto-Ziele Bild Pferd mit Reiterin im Meer

Motto-Ziele – Nutze die Macht des Unbewussten

Passend zur Jahreszeit habe ich diese Woche eine besondere Art von Zielen ausprobiert: Motto-Ziele. Dabei habe ich mich mit einigen Abwandlungen angelehnt an die Erkenntnisse und Anleitungen des Zürcher Ressourcenmodells.

Der Klassiker: gute Vorsätze zum neuen Jahr

Das neue Jahr ist klassischerweise die Zeit der guten Vorsätze. Auch in dem kleinen Cantienica Studio, in das ich seit Jahren gehe, war es jetzt in den ersten beiden Januarwochen rappelvoll. Sicher auch, weil über die Feiertage geschlossen war und nach den Feiertagen das Bedürfnis nach Sport und Bewegung zum Ausgleich zu den vielen Festessen groß ist.

Smarte Ziele

Wer schon ein bisschen Erfahrung hat mit NLP oder anderen Methoden ersetzt die guten Vorsätze vielleicht durch Ziele. Beliebt und bekannt ist zum Beispiel die klassische smart Formel: Spezifisch, messbar, attraktiv, realistisch und terminiert. Einen Beitrag von mir zum Thema attraktive Ziele findest du hier.

Motto-Ziele

Eine ganz andere Art von Zielen sind die Motto-Ziele. Sie sind im Vergleich wenig präzise, klingen oft sogar recht schwammig. „Ich verfolge meine Wolfsspur.” “Der Morgenwind in meinen Segeln bringt mein Schiff in volle Fahrt.“ Motto-Ziele sind Haltungs-Ziele, die auf den Moment und das „Hier und Jetzt“ fokussiert sind. Im Gegensatz dazu sind spezifische Ziele in die Zukunft und auf das Ergebnis gerichtet.

Die Maßeinheit somatischer Marker

Motto-Ziele entfalten nur dann ihre volle Wirkung, wenn sie nicht den Hauch einer negativen Emotion haben. Für sie gilt deswegen als „Maßeinheit“ nicht das Ergebnis oder das geänderte Verhalten, sondern ein durchweg positiver somatischer Marker. Als somatischen Marker bezeichnen die Gründer des Zürcher Ressourcenmodells Rückmeldungen unseres Unbewussten. Diese kannst du als Körperempfindung, als Emotion oder als einen Mix von beidem wahrnehmen. Der geläufige umgangssprachliche Ausdruck dafür ist das Bauchgefühl.

positives Ja-Signal

Praktisch heißt das für dich: Wenn du dein Motto-Ziel liest oder aussprichst dann solltest du physisch, quasi mit jeder Faser deines Körpers ein Ja-Signal spüren, ein „Ja, das will ich.“ Auf die Art und Weise stellst du sicher, dass du dir kein kluges, rationales Ziel mit deinem Bewusstsein setzt, während negative Vorerfahrungen, die tief in dir gespeichert sind aus den Tiefen deines Unbewussten dagegen arbeiten.

Wie findest du dein Motto-Ziel?

Hier kommt jetzt meine persönliche Variante, die sich an einigen Stellen vom klassischen Weg der zrm Methode unterscheidet.

Du startest mit einem Bild. Bleibt die Frage: Wo nimmst du das her? Ich gehe da ganz assoziativ ran. Das heißt, ich habe kurz überlegt, was könnte passen. Landschaft, Meer, Berge, Menschen, Gebäude, Früchte…

Da jeder in seinem Leben seine ganz persönlichen Erfahrungen gesammelt hat, sind Assoziationen zu Bildern persönlich und sehr individuell. Geh deshalb bei der Wahl der Suchbegriffe erst einmal weit ran, probier verschieden Felder aus: Bilder aus dem Bereich Geselligkeit, Kinder, Natur, Tiere, Sport, Autos, Menschen, Flugzeuge, Vögel, Alltag, Städte

Ich habe verschiedene Suchbegriffe bei der Google Bildersuche eingegeben. Habe „Meer“ ausprobiert, „Berge“, „Skifahren“, habe abstrakte Begriffe ausprobiert wie „Freude“ und „Freiheit“ und habe gut achtgegeben: Was spüre ich? Welches Bild berührt mich? Welches zaubert mir ein Lächeln auf die Lippen? Welches Bild zieht mich in seinen Bann?

Während der Suche habe ich mich an meine Heldenreise erinnert und deswegen dann recht bald Pferd und Meer eingegeben. Und da war es: das Bild, das mich anspricht, mehr noch, das mir aus der Seele spricht. Weil sich mein Kopf eingeschaltet und „Kitsch“ gerufen hat, habe ich noch ein bisschen weitergesucht. Aber dann bin ich schnell dahin zurückgekehrt.

Wörtersuche zum Bild

In Schritt zwei habe ich dann in einem Brainstorming lauter Wörter gesammelt, die ich mit diesem Bild assoziiert habe. Mir fallen bei so einer Wörtersuche die meisten Wörter ein, wenn ich die einzelnen Wortarten nacheinander durchgehe. Aber ich habe auch Linguistik studiert, du kannst das für dich machen, wie es dir am leichtesten fällt. Ich habe also zuerst lauter Substantive gesammelt: Wildheit, Freiheit, Leidenschaft, Leichtigkeit, Freude, Beweglichkeit, Gischt …

Dann lauter Adjektive: unbändig, frei, lebendig, wild, mutig, glänzend, schimmernd, erhaben, elegant, kraftvoll …

Dann lauter Verben: schweben, galoppieren, reiten, gleiten, genießen, dahingleiten …

In Schritt drei wird klassisch gesammelt und auf einer Skala bewertet, welche Wörter dich am meisten ansprechen. Ich habe einfach die ganzen Wortfelder und Assoziationen auf mich wirken lassen.

Das Ergebnis: mein Motto-Ziel

Und in Schritt vier bildest du dann aus diesen Wörtern das Motto-Ziel. Ich kann dir aus meiner Erfahrung heraus empfehlen: Mach es ruhig ganz intuitiv. Ich habe das Bild angeschaut und die Wörter, die ich damit assoziiert habe, einen Satz gebildet, den laut ausgesprochen und ganz achtsam wahrgenommen. Fühlt sich das stimmig an. Und dann nochmal gestrichen und umformuliert und wieder laut ausgesprochen. So lange, bis der Satz sich rund und für mich passend angefühlt hat. Bis er bei mir nur noch positive somatische Marker ausgelöst hat.

„Kraftvoll und stolz gestalte ich schwungvoll meinen Weg in meine glänzende Zukunft.“

Hast du schon Erfahrungen mit Motto-Zielen? Wie bildest du sie?

 

 Die Autorin: Ingrid Huttary, Coach für Selbstwirksamkeit und Lebensfreudeingrid-rund
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2 Antworten

  1. Paul sagt:

    Hallo Ingrid,
    die Seite bekommt mal wieder ein Ehrenplatz in meiner Sammlung von wichtigen Internetseiten.
    Liebe Grüße Paul

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