Neues Jahr – neues Spiel – neue (alte) Ziele?

neues Jahr - neue Ziele

Neujahr – die Zeit der guten Vorsätze

Geht es dir grad auch so, dass du überall nur noch von guten Vorsätzen, Zielen für das neue Jahr, Jahresplanung und Ähnlichem liest? Da ich ja weiß, dass ich durch meinen vorhandenen Fokus auch stark lenke, was überhaupt in meinen Fokus gerät, bin ich mir gerade nicht so sicher, ob es an meiner Wahrnehmung und meinem Umfeld liegt oder ob es einfach den meisten um die Jahreszeit so geht, dass das Thema Wünsche und Ziele sehr stark präsent ist.

Eine gute Gelegenheit zum Schwungholen

Jedenfalls sagt mir meine Erfahrung, dass so ein Jahreswechsel eine gute Gelegenheit ist, um noch einmal oder wieder einmal Schwung zu holen. Und dass gute Vorsätze ohne konkrete Ziele ratz fatz wieder in der Versenkung verschwinden.

Deswegen greift auch mein heutiger Blogartikel das Thema Ziele auf. Im Februar letzten Jahres habe ich hier bereits einen Artikel veröffentlicht, der sich damit beschäftigt, wie du Ziele so formulierst, dass sie attraktiv, herausfordernd und gut erreichbar zugleich sind.

Heute möchte ich dich vor dem Formulieren von Zielen erst einmal dazu inspirieren, dir zu überlegen, ob du dir überhaupt Ziele setzen möchtest und welche Art von Zielen.

Ziele als Chance auf Erfolge

Ich begegne immer wieder Menschen, die aufgehört haben, sich Ziele zu setzen, weil sie in der Vergangenheit enttäuscht worden sind und große Angst davor haben, wieder enttäuscht zu werden. Sie haben sich etwas vorgenommen, doch dann haben sich die Dinge völlig anders entwickelt. Daraus haben sie den Schluss gezogen, dass es sinnvoller ist, das Risiko von Misserfolgen zu vermeiden. Damit vermeiden sie nur zugleich auch die Chance auf Erfolge.

Energien mobilisieren

Vielleicht kennst du das Zitat von Martin Luther: „Ans Ziel kommt nur, wer eines hat“. Nur wenn ich eigene Ziele verfolge, gestalte ich aktiv. Bevor ich dem NLP begegnet bin, habe ich mich eher treiben lassen, habe durchaus Chancen ergriffen, aber ohne klare Ausrichtung.

Für mich hat es sich bewährt, Ziele zu nutzen, um mich zu orientieren, Energien zu mobilisieren und Prioritäten zu setzen. Und um meinen Fokus auf das zu richten, was ich erreichen möchte.

Ziele als Fahrplan

In meinen Live-Seminaren erzähle ich zum Thema Ziele gern die folgende Anekdote, die ich vor Jahren im Haufe Taschenguide „Zeitmanagement“ gelesen habe:

Ein Zugreisender steht am Bahnsteig und wartet auf seinen verspäteten Zug. Es regnet und seine ohnehin schlechte Stimmung wird je nasser er wird umso schlechter. Schließlich wendet er sich völlig empört an den Infoschalter: Wozu gibt es überhaupt einen Fahrplan, wenn sich niemand dran hält?

Der Bahnmitarbeiter erwidert gelassen: Woher wüssten Sie, dass dieser Zug 20 Minuten Verspätung hat, wenn es keinen Fahrplan gäbe?

Selbstgesetzte Meilensteine

Viele Menschen denken, wenn sie sich Ziele setzen, engt sie das nur ein. Wenn sie diese dann nicht 1:1 erreichen, sind sie nur wieder frustriert. Wer jedoch Ziele als selbstgesetzte Meilensteine begreift, kann sie nutzen, um Klarheit zu gewinnen über die eigenen Wünsche und Bedürfnisse. Und kann anahnd der Ziele Wege definieren, wie er das erreicht, was er sich wirklich wünscht. Dabei kann und darf es immer wieder vorkommen, dass wir ein selbst gestecktes Ziel gar nicht oder erst sehr viel später erreichen. Dennoch erfüllen auch solche Ziele einen guten Zweck: Sie unterstützen uns dabei, herauszufinden, was zu uns passt. Und sie helfen uns, zumindest eine Zeit lang Energien zu mobilisieren, auch wenn dann später doch alles ganz anders kommt.

Abweichungen managen

Die kleine Anekdote mit dem Fahrplan zeigt noch einen weiteren wichtigen Aspekt bei der Arbeit mit Zielen: Nur wer ein Ziel hat, kann über Abweichungen reden oder erkennen, dass er nicht auf dem geplanten Weg ist. Und er kann von Situation zu Situation neu entscheiden, wie er mit der Abweichung umgeht. Wenn sich die Umstände ändern, ist es manchmal notwendig, das Ziel anzupassen oder grundlegend zu ändern. Arbeiten mit Zielen heißt deswegen auch: immer wieder innezuhalten, zu resümieren und Abweichungen zu managen.

Erst einmal Bilanz ziehen

Manchmal lohnt es sich, vor dem Definieren neuer Ziele erst einmal Bilanz zu ziehen. Gern auch mit dem Fokus auf das Gute, was alles schon da ist. Ich habe letztens auf Facebook einen Film von Avaaz geteilt, weil er im Großen, also in Bezug auf Weltpolitik, Armutsbekämpfung, Umweltschutz etc. all die vielen Erfolge aufzählt, die schnell aus dem Visier geraten, angesichts von Katastrophen, Kriegen und Erfolgen von Demagogen und Populisten.

Und im Kleinen, also in meinem Alltag, ist es genauso wichtig, nicht nur zu streben nach dem, was noch nicht da ist und vor lauter Streben zu übersehen, was ich schon erreicht habe. Deswegen habe ich dir für den Jahresanfang heute ein Arbeitsblatt zusammengestellt, auf dem du für deine verschiedenen Lebensbereiche erst einmal Bilanz ziehen kannst. Im nächsten Schritt kannst du dann so tun, als hätte sich alles bestens entwickelt und dir vorstellen, wie die Bilanz ein paar Jahre später aussieht. Und auf der Basis des Unterschieds entwickelst du dann Ziele, die wirklich zu dir passen.

Bilanz und Ziele-Arbeitsblatt

Rückblick und Ausblick

Ich habe mir gestern meine Ziele von 2013 angesehen. Vieles davon ist heute selbstverständlich in meinen Alltag integriert, andere Ziele haben sich erledigt, weil sich manches, das sich meinem Einfluss entzieht, anders entwickelt hat. Trotzdem hat mich dieser Rückblick darin bestärkt, weiter mit Zielen mein Leben zu gestalten.

Wie ist es bei dir? Hast du dir Ziele gesetzt für das neue Jahr?

 Die Autorin: Ingrid Huttary, Entscheidungs- und Dranbleibcoach ingrid-rund

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Vielleicht bin ich ja genau die Richtige, um dich dabei zu unterstützen, in diesem Jahr deine Ziele zu erreichen.

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