Von Elefanten und Salamis – Aufschieberitis ade

Salamitaktik

Von Elefanten und Salamis – Aufschieberitis ade

Wie würdest du einen Elefanten essen? Natürlich Stück für Stück! Das ist auch schon das Prinzip, auf dem die Salamitaktik beruht.

Wir reagieren nie auf die Aufgabe selbst

Grad vor ein paar Tagen habe ich mich wieder mit einer Freundin unterhalten, der es immer wieder in ihrem Berufsalltag so geht, dass sie größere Projekte eine Weile vor sich her schiebt. Wichtig ist es, in dem Zusammenhang zu verstehen, dass wir nicht auf die Aufgabe selbst reagieren, sondern auf unser Gefühl zu dieser Aufgabe. Und wenn ich das Projekt, das ansteht, als schrecklich großen Berg wahrnehme, dann passiert das Naheliegende. Ich schiebe den Berg vor mir her.

Ungünstige Strategien

Das Gemeine ist nur, dass er dadurch oft in meiner Vorstellung noch wächst und die Gefühle noch unangenehmer werden. Hinzu kommt dann noch das schlechte Gewissen. Viele Menschen fangen dann an, sich auch noch selbst zu beschimpfen, was auch nicht gerade die günstigste Strategie ist, um gute Gefühle zu erzeugen. Derweil wird das Zeitfenster für die anstehende Aufgabe immer knapper.

Knappe Zeitfenster sind nicht notwendig schlecht. Im NLP gehört zu den Grundannahmen die folgende: Es gibt kein richtig und kein falsch, sondern nur angemessen oder unangemessen im jeweiligen Kontext.

Der Vorteil von knappen Zeitfenstern

Wenn ich etwas nur lange genug vor mir herschiebe, dann kann das dazu führen, dass ich die Aufgabe irgendwann mit hoher Konzentration und im Affentempo erledige. Hätte ich früher angefangen, hätte ich vermutlich sehr viel länger dafür gebraucht. Wenn ich diese Art und Weise zu arbeiten dann auch noch genieße, weil ich den Adrenalinkick mag, dann wäre ich doch blöd, wenn ich früher anfangen würde.

Über einen anderen Effekt meines inneren Drückebergers habe ich bereits vor über einem Jahr schon einmal geschrieben.

Wenn der Preis Stress ist

Wenn der Preis des „Vor-mir-Herschiebens“ aber der ist, dass ich mich während es Schiebens schlecht fühle, beim Erledigen der Aufgabe total gestresst bin, hinterher mit dem Ergebnis hadere, um dann auch noch völlig fertig in den Seilen zu hängen, dann würde ich was ändern.

Sinnvollerweise ändere ich etwas an meiner Wahrnehmung der Aufgabe. Denn diese erzeugt das Gefühl. Und dieses negative Gefühl führt dazu, dass ich nicht loslege. In diesem Zusammenhang wirkt nach meiner Erfahrung die Salamitaktik, ein Klassiker aus dem Zeitmanagement, wahre Wunder.

Die Salamitaktik

Um meine Wahrnehmung zu verändern, macht es im Falle von großen Projekten Sinn, den großen Berg erst einmal in kleine Teilaufgaben zu zerlegen. Die Salami essen die meisten von uns ja auch nicht am Stück, sondern Scheibe für Scheibe – deswegen Salamitaktik. Es geht also darum, möglich kleine Teilaufgaben oder Teilschritte zu definieren, um aus einem riesigen Berg lauter überschaubare Wegstrecken zu machen.

Eine kleine Teilaufgabe anzugehen, fühlt sich ganz anders an, als das große Ganze in Angriff zu nehmen. Und wenn sich keine Teilaufgaben anbieten, dann tun es auch kleine Zeitfenster. Manchmal kann es schon völlig ausreichen, wenn ich mich selbst motiviere, indem ich mit mir vereinbare, nur für fünf Minuten zu starten. Oder für zehn. Meist bin ich nach diesen fünf bis zehn Minuten so gut drin, dass es mir dann leicht fällt, weiterzumachen. Deswegen steht bei mir manchmal auf meiner to-do-Liste: mit Recherche oder mit Planung von Projekt x anfangen oder Projekt x fortsetzen. Würde ich von mir erwarten, dass ich es gleich vollständig zu Ende bringe, wäre die Hürde zu groß.

Auch kleine Schritte führen zum Ziel

Wenn ich nach den geplanten zehn Minuten immer noch völlig lustlos bin, ist zumindest der Anfang gemacht. Dann sollte ich mir selbst gegenüber allerdings so fair sein und erst einmal wieder etwas anderes machen. Auch mit mir selbst getroffene Vereinbarungen gehören eingehalten. Sonst funktioniert die Strategie ganz schnell nicht mehr. Um dennoch vorwärts zu kommen, kann ich ja gleich die nächste Zehn-Minuteneinheit mit mir verabreden.

Du kennst bestimmt das chinesische Sprichwort: „Auch der längste Weg beginnt mit einem ersten Schritt.“ Und dann folgt der zweite und der dritte.

Welche Erfahrungen hat du bereits mit dem Vertilgen von „deinen Elefanten“ gemacht?

 

 Die Autorin: Ingrid Huttary, Aufbruchs- und Dranbleibcoach ingrid-rund
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