Wie du deine Handlungskompetenz steigerst

sich zum Handeln motivieren

Wie du deine Handlungskompetenz steigerst

Es gibt sehr sehr viele Untersuchungen zu den Themenkomplexen Glück und Erfolg. Immer wieder zeigt sich, dass die Qualität unseres Lebens nicht davon bestimmt wird, was mit uns geschieht, sondern vielmehr davon, wie wir mit dem, was uns widerfährt, umgehen.

Ob es uns gelingt unseres Glückes Schmied zu sein oder ob wir der ewige Pechvogel bleiben, hängt einerseits von der Art und Weise ab, wie wir das, was geschieht, wahrnehmen und andererseits von unserer Fähigkeit, uns zum Handeln zu motivieren.

Wenn du eher den groben Überblick magst

Ich bemerke bei mir selbst, dass ich manchmal gern im Planen stecken bleibe, statt tatsächlich in die Umsetzung zu gehen. Das hat bei mir auch viel damit zu tun, dass ich höchst selten eine große Liebe zum Detail entwickle.

So wie es Menschen gibt, die eher „hin zu“ motiviert sind und andere eher „weg von“ (siehe „Was für ein Motivationstyp bist du?), so gibt es auch Menschen, die eher überblicksorientiert unterwegs sind und andere, die sehr detailverliebt sind. Was übrigens von Kontext zu Kontext und von Situation zu Situation unterschiedlich sein kann.

Bei mir stelle ich immer wieder fest, dass ich, wenn es an die detaillierte Umsetzung geht, schnell die Lust verliere. Deswegen brauche ich, um tatsächlich von der groben Planung in die mit vielen Details verbundene Umsetzung zu gehen, Strategien, die mich in die Handlung bringen.

Finde Erfahrungen aus der Vergangenheit

Eine Strategie, die recht gut funktioniert, ist die, mir Beispiele aus der Vergangenheit zu suchen. Denn es ging mir ja schon viele Male so, dass ich zunächst keine rechte Lust hatte, loszulegen. Also überlege ich mir drei Situationen, in denen ich zunächst auch keine Lust hatte, loszulegen und mich an die konkrete Umsetzung der groben Idee zu machen. Situationen, in denen ich mich dann aber doch aufgerafft habe und natürlich im Nachhinein froh war und oft genug auch stolz auf mich.

Gute Gefühle gemachter Erfahrungen nutzen

Gerade im Moment zum Beispiel. Ich sitze hier auf Kreta, mit einem Internetzugang, der nur gelegentlich mal kurz funktioniert. Und habe mit dem Gedanken gespielt, den Blogartikel diese Woche ausfallen zu lassen und lieber noch einmal runter an den Strand zu gehen (was ich sicher später trotzdem auch noch tun werde ;). Schließlich liegt ein langer, kalter Winter vor mir.

Doch dann habe ich mich an die Situation erinnert, als ich in Leverkusen ohne Internet dasaß und dass es mich letztlich mit Stolz erfüllt hat, dass ich mich in den örtlichen Mc Donalds gesetzt habe, nur um funktionierendes Internet zu haben und meinen Blog online zu bekommen. Und dann erinnere ich mich daran, wie froh ich im Nachhinein war, dass ich in der Facebookgruppe des Onlinekurses, an dem ich aktuell teilnehme, trotz anfänglichen Zögerns meine Ergebnisse eingestellt habe und tolles, anregendes Feedback geerntet habe. Und erinnere mich daran, wie gut ich mich gefühlt habe, als ich trotz der vielen zu bedenkenden Details meine erste Challenge an den Start gebracht habe.

Handeln macht immer glücklicher

Und schon ist klar. Ich raffe mich auf. Weil Handeln letztlich immer glücklicher macht als Kneifen, Aufschieben und Ausflüchte finden. Und weil das nach meiner Erfahrung fast immer so ist, gibt es heute mal eine kleine Aufgabe hier:

Finde drei Situationen

Finde drei Situationen in deinem Leben, in denen du zunächst keine Lust hattest, dich an die Umsetzung zu machen und wirklich ins Handeln zu kommen, in denen du dich dann doch aufgerafft hast und im Nachhinein froh darüber warst, vielleicht sogar stolz auf dich oder glücklich über das Ergebnis.

Das können relativ banale Ereignisse sein, etwa dass dich jemand überredet hat, auf eine Party mitzugehen, auf die du erst keine Lust hattest und auf der du dich dann wunderbar amüsiert hast oder jemand echt nettes kennen gelernt hast oder dass du dich doch noch aufgerafft hast, Joggen zu gehen und dich danach richtig gut gefühlt hast.

Oder größere Herausforderungen, wie zum Beispiel dass du deine inneren Widerstände gegen das Erlernen eines Computerprogramms oder gegen eine Recherche zu einem ungeliebten Thema überwunden hast und dann sogar richtig Spaß daran gefunden hast.

Finde mindestens drei solcher Erfahrungen, schreib sie auf und leg sie irgendwo hin, wo du sie griffbereit hast. Wenn du dann das nächste Mal ins Zögern kommst oder versucht bist, aus Bequemlichkeit „Nein“ zu sagen, dann kannst du diese drei Erfahrungen zur Hand nehmen und auf dich wirken lassen.

Und dann teil doch bitte deine guten Erfahrungen hier unten in den Kommentaren. Vielleicht kannst du ja andere auch damit inspirieren.

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2 Antworten

  1. Merve sagt:

    Hallo Ingrid,

    danke für den Tipp, drei Erfahrungen schriftlich festzuhalten.
    Mir kommt die Idee, diese Erfahrungen dann auch immer noch um weitere zu ergänzen, wenn ich aktuell wieder die Erfahrung mache, dass aufraffen gut tut.
    Dann sehe ich immer wieder, dass ich es schaffe, mich aufzuraffen. Welch toller Antrieb!
    Liebe Grüße
    Merve

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