WOOP – Warum Träumen allein nicht zum Ziel führt

canstockphoto16660893

WOOP – Warum Träumen allein nicht zum Ziel führt.

Hier auf „geschafft!“ geht es ja immer wieder darum, nicht nur zu träumen, sondern das, was uns attraktiv erscheint und wichtig ist, auch anzugehen und umzusetzen. „Träume nicht dein Leben, sondern lebe deinen Traum.“ Auch wenn dieser Spruch inzwischen kitschig anmutende Postkarten ziert und manchmal schon ein wenig abgedroschen wirkt, so bleibt die Botschaft doch grundsätzlich aktuell und aus meiner Sicht attraktiv.

Mein Motto lautet ja inzwischen: „One day baby we’ll be old. Lasst uns an Geschichten denken, die wir wirklich erlebt haben.“ Indem wir immer wieder Strategien anwenden, die uns dabei unterstützen, ins Tun zu kommen und dann auch dranzubleiben und durchzuhalten.

Ziele und Hindernisse integrieren

In meinem Programm „Entwickle den Dranbleibfaktor“ geht es in Schritt eins um Ziele und in Schritt vier um das Thema Hindernisse. Und gerade vor ein paar Tagen begegnete mir erneut eine Technik, die auch genau diese beiden Elemente verknüpft und mit etlichen wissenschaftlichen Studien untermauert, wie wichtig beide Elemente für das Umsetzen von größeren Vorhaben sind.

Denk positiv greift zu kurz

Im Alltag werden die Errungenschaften der positiven Psychologie oft verkürzt auf die Grundidee von: Denk positiv. Konzentriere dich auf deine Träume. Du musst nur fest genug daran glauben und dir ausmalen, wie es sein wird, wenn du deinen Traum erreicht hast, dann geschieht der „Rest“ von allein. Doch ich erlebe immer wieder, dass Menschen ihren Traum träumen, sei es davon, mit dem Motorrad durch weite Landschaften zu brausen, sei es von der Selbstständigkeit, sei es vom ersten eigenen Roman und diesen Traum gemütlich auf dem Sofa liegend oder sitzend vor sich hin träumen. Doch in die Aktion, in die Umsetzung kommen sie allein vom Träumen und davon, in der schönen Vorstellung zu schwelgen, noch lange nicht. Weil für die Umsetzung der schönen Träume noch wichtige Zutaten fehlen.

Positive Fantasien und der Blutdruck

Die Psychologieprofessorin Gabriele Oettingen hat diverse physiologische Tests gemacht, um herauszufinden, was passiert, wenn Menschen tagträumen. So hat sie zum Beispiel eine Gruppe von Probandinnen intensiv an die Schuhe ihrer Träume denken lassen. In anschließenden Tests wurde die physiologische Reaktion auf die Träume gemessen. Der Blutdruck der Teilnehmerinnen war nach dem schönen Traum gesunken und damit war ihr Energiepegel niedriger als vor dem Traum. Keine gute Voraussetzung, um voller Elan in Aktion zu treten. Eine weitere Studie belegte, dass Arbeitssuchende, die ausschließlich darauf fokussierten, wie sie im Einstellungsgespräch brillierten, weniger Angebote hatten und sogar weniger verdienten als Teilnehmer derselben Studie, die negative Gedanken zugelassen hatten.

Das Fazit der verschiedenen Untersuchungen: wer zu sehr im Traum schwelgt, wähnt sich bereits am Ziel. Ausschließlich positive Fantasien entspannen so sehr, dass sie keine Energien freisetzen, um die Dinge auch anzupacken und durchzuhalten. Dafür braucht es neben der Visualisierung des Ziels auch die Auseinandersetzung mit den Hindernissen.

mentale Kontrastierung

Das Team um Gabriele Oettingen entwickelte aus diesen Erkenntnissen die so genannte WOOP-Technik. Dabei steh WOOP für Wunsch (wish), das Schönste (outcome), Hindernis (obstacle), Wenn-dann-Plan (plan). Die Technik nutzt sowohl die Kraft der Visualisierung der Wünsche und Ziele, verbindet diese aber mit der Realität.

Die Grundidee ist die, durch mentale Kontrastierung, also durch das Hin- und Her zwischen der Visualisierung von Wunsch und Hindernissen, Energie zu gewinnen und ins Handeln zu kommen. Wer sich die blühende Zukunft ausmalt und dann im Geiste die Hürden imaginiert, kann nicht mehr unbegrenzt schwelgen – er denkt die Widrigkeiten automatisch mit und analysiert mögliche Verhaltensweisen, mit denen er diese effektiv überwinden kann.

Die Weisheit des Körpers nutzen

Im NLP gibt es ebenfalls einige Techniken, die die Kraft der Vision an die Realität anbinden. In meinen Ausbildungen gehen wir in der Regel die so genannten „Schritte zum Ziel“. Dabei nutzen wir die Weisheit des Körpers, gehen tatschlich durch den Raum und spüren bei jedem einzelnen Schritt auf dem Weg zum großen Ziel, ob es Hindernisse gibt, etwa fehlende Ressourcen oder fehlende Zwischenschritte. Auch vom gefühlt erreichten Ziel aus rückwärts zu gehen, ist sehr effektiv, um aufzuspüren, wo Blockaden oder Stolpersteine lauern könnten.

Entwickle den Dranbleibfaktor

Und weil ich gerade letzte Woche auf der Onlinemesse LebensZiele aktiv war, gibt es heute mal ein brandneues Angebot hier im Blog: mein Coachingpaket „Entwickle den Dranbleibfaktor“. 180 Minuten persönliches Coaching via Skype + die 7-Schritte-Strategie als begleitendes Emailtraining angepasst an dein Tempo mit persönlicher Betreuung via Email. Hier bekommst du neben anderen Zutaten eine genaue Anleitung, wie du Hindernisse und Vision kontrastierst und nutzt, um durchzustarten und dranzubleiben.

Wenn du also Lust hast, deinen Traum, dein Projekt oder langgehegten Wunsch wahr werden zu lassen, dann unterstütze ich dich gern.

 

Wenn dir dieser Artikel gefallen hat, gefällt dir vielleicht auch ...

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.