Zuversicht und Tatendrang

Schlüssel

Dein Schlüssel zu Zuversicht und Tatendrang

Der erste Schritt zur Veränderung ist oft die genaue Beobachtung dessen, was ist. Und zwar weniger die genaue Beobachtung der Dinge, die im Außen sind, als vielmehr die genaue Beobachtung unserer eigenen Wahrnehmung. Denn: Wir reagieren nie auf das Außen, sondern nur auf das, was wir zwischen unseren beiden Ohren daraus machen. Das Phänomen kennt jeder. Du gehst zum Beispiel mit jemandem eine Straße entlang und plötzlich fragt deine Begleitung dich, ob dir aufgefallen ist, wie der Mann mit der rotzen Mütze gegrinst hat. Ist dir nicht aufgefallen, weil du an etwas anderes gedacht hast oder das Kind, das mit dem Mann unterwegs war, beobachtet hast. Ein Beispiel von vielen dafür, dass wir nie auf das, was im Außen ist, reagieren, sondern auf das, was überhaupt davon bei uns ankommt. Und selbst wenn beide das Grinsen gesehen haben, fällt oft die Bewertung des Gesehenen unterschiedlich aus. Du fandest das Lächeln des Fremden vielleicht sympathisch, während deine Begleitung es aufdringlich fand. Wie du bewertest, hängt stark von deinen Vorerfahrungen ab.

Dein erster Schlüssel zur Veränderung

Wenn du dir etwas Neues vornimmst, ist es für deine Einstellung dazu und damit für deine Motivation enorm wichtig, wahrzunehmen, wie du dein Projekt oder Ziel wahrnimmst. Hier fängt die Veränderung an. Hier ist deine erste Stellschraube, dein Schlüssel zur Veränderung und zum Durchbruch.

Wenn du Lust hast, lass uns ein bisschen dazu experimentieren:

Stell dir jetzt etwas vor, das du dir wünschst, etwas, das du zwar attraktiv findest, von dem du aber nicht denkst, dass du es wirklich erreichen kannst. Bei einer meiner Teilnehmerinnen war das zum Beispiel das Haus am Meer in Kalifornien, bei einem befreundeten Musiker der Auftritt als Vorband von Adele. Der Flug mit dem Hubschrauber über den Grand Canyon. Irgendein schöner aber für dich eher unwirklicher Traum.

Halt – nicht weiterlesen bevor du dir dieses Traumbild vorgestellt hast. ,-) Hast du? Gut. Schau nochmal genau hin und merk dir, wie dein Traumbild aussieht. Du brauchst es nachher nochmal.

Stell dir jetzt im Gegensatz zu diesem Traumbild etwas vor, das du tun möchtest und von dem du weißt, dass du es auch tun wirst. Demnächst vielleicht wieder mit deiner Theater- oder Tanztruppe auftreten, eine Tour durch die Alpen, der nächste geplante Urlaub. Hast du?

Und jetzt schau dir beide Ergebnisse an und nimm die Unterschiede wahr. Achte insbesondere auf das „Wie“ nicht auf das „Was“, will heißen achte nicht auf den Inhalt, sondern auf die Form.

Traumbilder sind bei vielen Menschen oft eher verschwommen, weiter weg, vielleicht auch blasser. Dinge, von denen wir wissen, dass sie eintreten werden, nehmen wir oft klarer wahr, manchmal auch eher als Film denn als Bild, in kräftigeren Farben.

Und was hast du jetzt von dem Experiment?

Wie gesagt: Wir reagieren nicht auf das Außen, sondern auf unsere innere Welt. Das heißt, dein Gefühl zu deinem Vorhaben hängt von deiner Einschätzung ab. Ein Traumbild führt eher dazu, dass du auf dem Sofa liegen bleibst und weiterträumst, eine sehr konkrete Vorstellung, wie im zweiten Bild, führt eher dazu, dass du auch konkrete Maßnahmen einleitest.

Wie gesagt: hier ist deine erste Stellschraube, dein Schlüssel zur Veränderung. Lass vor deinem inneren Auge bei Vorhaben, die du angehen möchtest, einen Film entstehen, der im Aufbau, in seiner Form, in seiner Farbesättigung, in seiner Entfernung eine möglichst große Ähnlichkeit hat mit Vorstellungen von Dingen, von denen du weißt, dass du sie umsetzt. Denn der Teil unseres Gehirns, der für Gefühle und Entscheidungen zuständig ist, reagiert auf unsere inneren Bilder. Dein innerer Film ist dein Schlüssel zu Tatendrang und Zuversicht. An diesem Schlüssel kannst du aktiv schrauben.

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4 Antworten

  1. Liebe Conny,
    ja, manchmal ist es halt doch leichter zu verstehen, wenn man sich sieht und miteinander spricht. Schön, wenn Alena dir gezeigt hat, wie genau es geht. Viel Spaß und Erfolg beim Umsetzen.
    Liebe Grüße
    Ingrid

  2. CorneliaK sagt:

    Liebe Ingrid,
    vielen Dank! ich musste etwas überlegen, aber jetzt verstehe ich was Du meinst.
    Alena hat es mir mal gezeigt.
    Ich werde es ausprobieren.
    Bis bald liebe Grüße Conny

  3. Liebe Conny, ja, diese Arbeit mit Bildern ist – wie geschrieben – ein möglicher Schlüssel. Oft reicht das allein tatsächlich nicht aus. Hast du schon mal den Weg zum Traum in kleine gangbare Schritte zerlegt, die du aktiv angehen kannst. Probier mal aus, diese Schritte „wie in echt“ zu gehen, in einem Raum, der groß genug ist. Leg dafür die Etappenziele auf den Boden und geh sie Schritt für Schritt ab. Oft werden dabei Widerstände spürbar und fehlende Ressourcen oder störende Glaubenssätze.
    Liebe Grüße
    Ingrid

  4. CorneliaK sagt:

    Liebe Ingrid,

    ich hatte jezt bei Deinem Experimet beide Bilder sehr deutlich und klar.
    Diesen Wunsch, diesen Traum habe ich schon sehr lang und er erfüllt sich nicht.
    Da ich mich schon sehr lange mit positiven Denken und Bildern beschäftige, habe ich das Gefühl, zumindest bei mir, das sich da noch Glaubenssätze im Unterbewußtsein befinden
    an die ich noch nicht herangekomme.

    Ganz lieben Dank Conny

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