Geh zuerst in einen guten Zustand

lachende Frau geht in guten Zustand

Geh zuerst in einen guten Zustand

Was immer du tust, geh zuerst in einen guten Zustand. Diesen Satz hat schon vor vielen Jahren eine meiner ersten NLP-Trainerinnen immer mal wieder gesagt. Die Idee leuchtet den meisten Menschen auch sofort ein. Wenn ich angespannt und gestresst bin, dann habe ich deutlich schlechteren Zugang zu meinen vorhandenen Ressourcen, als wenn ich entspannt bin oder voller Vorfreude.

Vorhaben gelingen besser

Im NLP geht es deswegen an vielen Stellen darum, sich in einen guten Zustand zu versetzen. Denn wer gut drauf ist, dem gelingen seine Vorhaben besser. Wer gut drauf ist, ist kreativer, kann sich besser konzentrieren, ist aufnahmefähiger und damit leistungsfähiger.

Die falsche Reihenfolge

Doch obwohl das im Grunde einleuchtet, ist es nicht im Denksystem unserer Gesellschaft verankert. Im Gegenteil. In den meisten Köpfen schwirren Gedanken herum, wie etwas:

  • Wenn ich erst einmal den Job als Abteilungsleiter habe, bin ich glücklich.
  • Wenn ich endlich Summe X verdiene, dann kann ich glücklich sein.
  • Wenn ich 10 Kilo abgenommen habe, dann kann ich mich selbst lieben.
  • Wenn ich endlich meinen Traumpartner gefunden habe, dann kann ich mein Leben lieben.

Die Jagd nach äußeren Erfolgen

Wir knüpfen unsere Zufriedenheit und unser Glücklichsein an äußere Bedingungen und Erfolge. Statt erst einmal dafür zu sorgen, dass wir gut drauf sind. Und hier setzt die Forschung des Harvardabsolventen Shawn Achor an. Er dreht die Formel um: nicht wenn du X erreicht hast, wirst du glücklich, sondern wenn du glücklich bist, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass du X erreichst.

Was war zuerst da?

Achor hat sich beruflich erfolgreiche Menschen angesehen. Dabei hat er festgestellt, dass ganz häufig überdurchschnittlich erfolgreiche Menschen auch überdurchschnittlich gut drauf sind. Und hat dann dazu geforscht: Was war zuerst da? Das Glück oder der Erfolg.

Um diese Frage zu beantworten, hat er ganz „normale“ Menschen gezielt in einen guten Zustand versetzt und sie dann verschiedene Aufgaben bewältigen lassen.

Der Vergleich sprach Bände

Der Vergleich zu Menschen, die sich nicht in positive Stimmung versetzt hatten, sprach Bände. Die Gutgelaunten schnitten in den unterschiedlichsten Feldern deutlich besser ab: Ärzte stellen 19% schnellere und treffendere Diagnosen, Verkäufer erzielten um 37% bessere Abschlüsse, Studenten schnitten wesentlich besser in Tests ab usw.

Happiness first

Die positive Psychologie sagt es ja auch schon eine Weile. Sonja Lyubomirsky schreibt in ihrem Buch „Glücklich sein“, dass unser Glück nur zu 10 % von den äußeren Umständen abhänge. Shawn Achor setzt jetzt noch eins drauf und sagt: sorg erst dafür, dass du glücklich bist und mit einer positiven Grundeinstellung durchs Leben gehst. Denn wenn du das geschafft hast, dann bist du viel leistungsfähiger. Und hast auch noch Spaß dabei.

NLP ist Zustandsmanagement

Karl Nielsen hat es in unserem Interview während des NLP-Online-Kongresses wunderbar auf den Punkt gebracht: NLP ist Zustandsmanagement. Egal, ob ich das schlechte Gewissen „wegzaubere“, Anker nutze, um mich gezielt in einen guten Zustand zu versetzen oder alte Glaubenssätze und Muster auflösen, um immer öfter gelöst und voller Zuversicht durchs Leben zu laufen.

Die Forschung von Shawn Achor bestätigt jetzt den NLP Ansatz. Was immer du tust, geh zuerst in einen guten Zustand.

Weil der TED Talk von Shawn Achor so wunderbar unterhaltsam ist, binde ich ihn hier heute mit ein:

 Die Autorin: Ingrid Huttary, Coach für Selbstwirksamkeit und Lebensfreude
  • Du möchtest etwas für deinen Zustand tun und dein schlechtes Gewissen loswerden?

Meine Aktion zum schlechten Gewissen läuft noch bis Ende Juni. Jetzt Online-Speedcoaching buchen.

Mehr erfahren

follow: facebooklinkedinxing

Wenn dir dieser Artikel gefallen hat, gefällt dir vielleicht auch ...

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.