Erfolge feiern – Nachlese zum NLP-Online-Kongress

NLP Online Kongress

Erfolge feiern – Nachlese zum NLP-Online-Kongress

Ich empfehle ja immer unbedingt Erfolge zu feiern. Insofern wäre jetzt ein guter Zeitpunkt, mich und den erfolgreich absolvierten Kongress zu feiern. Ich hatte Spaß, ganz oft und ganz viel. Ich war ganz oft im Flow, die Mischung hat gestimmt. Es war herausfordernd genug, als dass ich daran gewachsen bin und ganz selten so, dass ich mich überfordert gefühlt habe.

Und das Ergebnis war überzeugend. Gut, die Tonqualität ist verschiedentlich moniert worden, doch dafür bin ich nur sehr bedingt verantwortlich. Insofern kann ich sagen, dass ich das, was in meinem Verantwortungsbereich lag, bravourös gemeistert habe.

Ich habe sehr viele tolle, dankbare, begeisterte Feedbacks bekommen. An dieser Stelle auch noch einmal danke dafür. Und doch – ihr hört es schon an der Formulierung im ersten Satz – so richtige Feierstimmung bekomme ich grad nicht hin.

Die Leere danach

Zum Glück weiß ich ja um das Phänomen von der „Leere danach“. Ich habe selbst vor rund anderthalb Jahren hier auf diesem Blog einmal darüber geschrieben. Insofern hatte ich Ideen, wie ich diese erste freie Woche nach dem Arbeitsmarathon lustvoll fülle. Leider kamen dann noch ein paar völlig unerwartete technische Herausforderungen im Zusammenhang mit dem Kongresspaket auf mich zu.

Wir reagieren nie auf das Außen

Und an der Stelle habe ich dann wieder einmal ganz deutlich gespürt, dass es nie die Herausforderungen an sich sind, auf die wir reagieren, sondern auf unsere Bewertung. Ich hatte ein gutes halbes Jahr andauernd Herausforderungen gemeistert, sowohl technischer als auch beziehungstechnischer Art. Mit Fokus auf das Ziel habe ich zwar an der einen oder anderen Stelle schon Mal geflucht, aber ich habe mich immer wieder voller Engagement reingeworfen.

Am Montag saß ich vor ernüchternden Zahlen. Im Grunde wusste ich bereits aufgrund der Teilnehmerzahl, dass ich wahrscheinlich nicht reich würde mit dem Kongress. Aber die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Und jetzt hatte ich es schriftlich, dass das halbe Jahr intensiver Arbeit mir nach Abzug aller Kosten viel Dankbarkeit, etwas Ruhm, aber wenig Einkommen bescherte.

Die irrationale Sehnsucht

Und da sind wir wieder bei der Bewertung. Wäre da nicht die irrationale Sehnsucht gewesen, dass es anders sein möge, hätte ich einfach das feiern können, was da war. Dass es gut gelaufen war, mit sehr wenigen technischen Pannen, dass fast alle Referenten, die ich angefragt hatte, mit gemacht haben, dass es ganz tolle Gespräche waren, auch dank meiner Nachfragen, dass ich ganz viel positives Feedback bekommen habe …

Aber in mir rumorte diese Sehnsucht nach dem Lohn der Arbeit, den ich gerne auch monetär wahrgenommen hätte. Und deswegen trafen die neuerlichen technischen Herausforderungen auf eine ganz anders bestellte Psyche. Meine erste Antwort war denn auch nicht so ganz professionell: „Mir ist kein Problem bekannt.“ Ich wollte es einfach nicht haben. Plötzlich musste ich gegen meinen eigenen Widerstand arbeiten, weil da in mir ein beleidigter Anteil rumorte, der keine Lust mehr hatte, für „lau“ noch irgendetwas zu tun. Was nicht einer gewissen paradoxen Ironie entbehrte, denn diejenigen, die sich jetzt meldeten, hatten ja für meine Leistung bezahlt.

Gefühle sind Sekundärphänomene

Zum Glück mache ich ja NLP und habe natürlich gesehen, dass meine Bewertung mir hier einen Streich spielt. Wie sagt Gunter Schmidt so schön: Gefühle sind Sekundärphänomene. Zuerst ist die Bewertung da und darauf basierend entsteht das Gefühl.

Ich habe also angefangen, über meine Enttäuschung zu sprechen, um auch Neubewertungen im Austausch vorzunehmen. Und schreibe heute diesen sehr persönlichen Blogartikel, weil Schreiben auch zu den von mir empfohlenen bewährten Strategien gehört, um nicht weiterführende Gedankenkarusselle zu unterbrechen. Und sicher hat auch der wunderbare Vortrag zum Thema Authentizität und Verletzlichkeit von Brené Brown, den ich mir gestern – genau passend – endlich angesehen habe, dazu beigetragen, dass ich mich einfach mit dem zeige, was grad da ist.

Der Weg legt sich dem Gehenden unter die Füße

Bild Altlasten-Wholeness

Im Gespräch mit anderen habe ich auch schon die eine oder andere Idee eingesammelt, wie ich jetzt sinnvoll weitermachen kann. Falls du dich an diesem Brainstorming beteiligen möchtest, freue ich mich. Entweder unten bei den Kommentaren oder einfach per Mail.

„Der Weg legt sich dem Gehenden unter die Füße“, hat Tom Andreas gesagt. Nun denn, dann gehe ich mal weiter.Und merke auch schon, dass allmählich die Freude über das Erreichte die erste Enttäuschung wegen überzogener Erwartungen verdrängt.

Und falls der eine oder andere doch noch Lust auf das Kongresspaket hat, habe ich nur für heute bis 22 Uhr die Preise nochmal zurückgesetzt. Und nachdem er wohl schwer zu finden war und aus der Email heraus nicht funktionierte, habe ich auch meinen Spendenbutton migriert – siehe unten.

 

 Die Autorin: Ingrid Huttary, NLP-Lehrtrainerin und NLP-Lehrcoachingrid-rund

Passend zum Thema:

Nur heute bis 22 Uhr nochmal:
Die Kongresspakete zum Sondertarif


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17 Antworten

  1. Irmgard sagt:

    Liebe Ingrid,

    Dein Artikel hat mich sehr bewegt und angesprochen.
    Bewegt, weil Du die Wahrheit sagst und Dir nicht selbst in die Tasche lügst.
    Angesprochen, weil ich mich selbst in dieser Problematik wiederfinden kann.

    Das Höchstleistungsbringen müssen und können mit einem sachlich-emationalen Erfolgt ohne dafür entsprechend Geld zu bekommen ist meiner Erfahrung nach zu 98 % ein typisches Frauen-Dilemma.
    Sieh dir doch bitte unter den von Dir oben geschilderten Zuständen Dein Interview mit Shelle Rose Charvet an. Sie sagt: “Wir brauchen mehr Frauen in ……..”
    Genau: Mehr Frauen an auschlaggebenden, gut bezahlten Positionen!
    Die Frage ist: Warum sind die Frauen nicht oder nur weit unter dem Durchschnitt an solchen Positionen?
    Meine Erfahrungen bzw. Meinung dazu:
    1. Mit NLP läßt sich viel machen, verändern, anders regeln – aber eben nicht alles.
    Es gibt Strukturen in den Familiensystemen, in unserer DNS, die genau das nicht zulassen. Sie wurden schon vor sehr langer Zeit, als das Patriachat seinen Anfang nahm, in der menschlichen Genetik festgelegt. Mit sehr viel Gewalt, Heimtücke und Hinterlist und dadurch mit ebenso viel starken Negativ-Emationen, vor allen Dingen Angst wurden sie uns eingebläut.
    Für derartig grundlegende Strukturierungen, die allgemein in der ganzen Gesellschaft untergründig fungieren, braucht es oft viel Mühe und Geduld, um an die Wurzeln des Übels zu kommen; denn nur dort läßt sich die Fehlsteuerung unserer Energien korrigieren.
    Mein Tipp: Sieh Dir doch mal genauer an, wo in Deiner Familie das Geld hinfließt, welches Du erarbeitest.
    2. Du hast sicherlich in den letzten Monaten viel gearbeitet und NLP und Dein Kongress stand im Mittelpunkt Deiner Interessen. Alles hat sich auf NLP konzentriert, Du hast Dich so zusagen voll auf NLP ausgerichtet.
    Das Leben kennt keine Einbahnstraßen.
    Das Leben ist vielfältig und kennt viele Möglichkeiten.
    Oft hat die innere Intelligenz einfach eine andere Lösung vorgesehen, als der Verstand denkt!?
    Jetzt, gerade jetzt fängt in Berlin ein neuer Online-Kongress an:
    Lebensenergie-Projekt
    Helge Grotelüschen
    Skalitzer Str. 99
    10997 Berlin
    Deutschland
    0176 – 1000 44 82
    hg@lebensenergie-konferenz.de
    http://lebensenergie-projekt.de
    Ich verfolge diesen Kongress seit 3 Jahren. Viele interessante Themen und Anregungen…..
    Auch diese beiden Männer (!) haben begonnen wie Du.
    Vielleicht will Dein Geist einen kleinen Umweg machen – warum auch immer – erlaube es ihm 🙂 und schau mal rein.
    Manchmal reicht ein einziger Satz, um den Knoten zu lösen.

    Ich danke Dir auf diesem Weg ausdrücklich und herzlich für alles, was Dein NLP-Kongress mir gebracht hat. Auch wenn ich nicht sofort kaufen kann, ich bleibe dran und freue mich darüber, dass Du mich in Deinen Blog-Verteiler aufgenommen hast
    Herzliche Grüße
    Irmgard

    PS.: Deine Serie “NLP in 100 Sekunden” und die Tonfolge, die den Kongress begleitet, sind einfach genial.
    Vielleicht kannst Du damit im kleineren Rahmen und für weniger Geld einen weiterführenden Anfang machen.

    • Liebe Irmgard,
      vielen lieben Dank für dein Feedback. Ich habe gerade heute erst eine – männliche – Rückmeldung bekommen, dass hinterher jammern, wenn man vorher was kostenloses anbietet, daneben sei. Dabei fand ich nicht, dass ich gejammert habe. Inzwischen ist es ja schon wieder ein paar Tage her und ich bin aus meinem ersten Stimmungstief schon wieder raus, habe in Gesprächen neue Ideen entwickelt, wie es jetzt weitergeht und bin sehr zuversichtlich, dass Ralf Recht damit hat, dass sich der Aufwand langfristig lohnt – auch monetär. Und ansonsten hat er sich ohnedies schon vielfach bezahlt gemacht.
      Liebe Grüße Ingrid

    • Ulrike sagt:

      Super, danke Irmgard, auch wenn ich hier nicht soviel Zeit investieren kann wie bei Ingrids NLP-Kongress, habe ich mich gleich mal angemeldet. Vielleicht passt ja der ein oder andere Vortrag zu meinen wenigen freien Zeiten ab November… Schönes Wochenende!

  2. Merve sagt:

    Liebe Ingrid,
    vielen Dank für deine Offenheit und Ehrlichkeit!
    Ich verstehe deine Enttäuschung voll gut und wünsche dir, dass du sie weiterhin umarmen kannst. Auch sie gehört dazu und will gesehen werden – damit dein Blick wieder frei wird, auch die Erfolge deiner harten Arbeit zu sehen. Du hast großartiges geleistet!!!
    Ich wünsche dir noch viele verkaufte Kongresspakete und Folgeaufträge! Hut ab vor all deiner Arbeit und deinem Engagement!
    Liebe Grüße
    Merve

    • Liebe Merve,
      danke! Ich finde ja auch nach wie vor, dass was Großartiges entstanden ist. Und überlege natürlich auch schon, wie ich jetzt lustvoll weitermache. Jetzt fahre ich erst einmal in Urlaub. Liebe Grüße Ingrid

  3. Ulrike sagt:

    Liebe Ingrid, all das Geschriebene hat mich sehr verblüfft. Meine Welt sagt mir, dass es zwei verschiedene Zustände gibt (remember: Zustandsmanagement): 1.) Der freiwillig initiierte Kongress, den Du Dir aus wahrscheinlich vielerlei Gründen vorgenommen hast, Deine echte Leidenschaft und Deine riesige Herzensangelegenheit. Auf diesem Sektor bekamst Du diverse großartige, liebevolle, huldigende und schmeichelnde Danksagungen, Feedbacks und weitere Wertschätzungen aller Art.
    2.) Die Idee des monetären Danks (sei es um genau die Kosten zu decken, die angefallen sind, oder um ein Gehalt oder einen Gewinn zu erwirtschaften). Diese beiden Zustände sind für mich ganz klar trennbar.
    Geradezu selbst-demütigend wäre es, den einen Punkt aus dem anderen irgendwie abzuleiten. Nein!! Die Antwort könnte eher sein: Oh ha, jetzt weiß ich, wieviel Arbeit sowas macht und dass sich nicht alle Teilnehmer nach dem Kongress – egal zu welchem Preis – das Paket kaufen möchten, daher gehe ich (falls ich nochmal einen Kongress gestalten möchte) beim nächsten Mal anders vor. Z. B.: Ich habe hier gelernt, “Eintritt” in die tolle Welt des Kongresses zu nehmen, vielleicht mit Anmeldung und Vorab-Bezahlung eines sinnvollen Obolusses (weniger ist manchmal mehr…) und die Promotion für ein Kongress-Paket von Anfang an höher zu hängen, sowie den Spendenbutton klarer und funktionierend (!) zu positionieren. Das ist ein reines Marketing-Thema… Das hat nichts, aber auch gar nichts, mit dem Kongressinhalt zu tun und den daraus entstandenen Euphorien.
    Zu mir persönlich: Wieso habe ich “nur” gespendet? Weil ich so wenig Zeit habe, dass ich mir mit dem Paket wieder etwas auferlege, von dem ich jetzt schon weiß, dass es mich “fertig macht” (fester Job, Schichtdienste usw.), also strafe ich mich mit dem “Nicht-Kauf” weniger als mit dem “jetzt liegt hier schon wieder was Tolles, was ich gar nicht schaffe”… verstehst Du. Ich finde das Paket (zu welchem Preis ist mir shit-egal) super, aber ich mach mich verrückt mit all den Sachen. Das ist natürlich nur meine Welt, andere haben andere gute ! Gründe…
    Und zunehmend gilt leider auch das Motto: umsonst nehme ich alles mit, aber kaufen: nö. Vielleicht “Geiz ist geil”- oder “mit meinem kleinen Gehalt komme ich eh kaum rum”-Mentalität oder was auch immer??… Jeder nach seiner Facon!! Lange Rede – kurzer Sinn, mach nicht den Fehler und verwechele hier die Sachebene mit der Beziehungsebene… Nett gemeint: Gleich mal den Wholeness Process bei sich selbst anwenden oder 1,2,3-Meta.. Ganz liebe Grüße und Leute spendet für einen tollen Job!! Herzlichst Ulrike

    • Liebe Ulrike,
      vielen lieben Dank für deinen Kommentar. Ich kann nicht gleichzeitig in zwei Zuständen sein. Natürlich gibt es verschiedene Ebenen, Erfahrungen und Bewertungen, die dann jeweils zu verschiedenen Zuständen führen. Und nein, ich möchte die vielen phantastischen Feedbacks nicht schmälern. Und ich denke nicht, dass ich mich selbst demütige, wenn ich mir auf einer anderen Ebene etwas anderes gewünscht hätte. Ich wollte mit diesem Blogartikel auch auf keinen Fall ausdrücken, dass ich die Inhalte und die Stimmung des Kongresses nicht nach wie vor toll finde. Trotzdem gab es im Anschluss an den Kongress das Gefühl der Ernüchterung. Und es würde nicht zu mir passen, das leugnen oder abspalten zu wollen. Deswegen habe ich es reflektiert. Und natürlich denke ich bereits darüber nach, welche Modelle das Angenehme mit dem Nützlichen sinnvoller verbinden, falls ich ein solches Projekt noch einmal mache.
      Und ich wollte dir auf gar keinen Fall einen Vorwurf machen, dass du „nur“ spendest. Ich hoffe sehr, dass das nicht so ankam. Weil ich an das Gesetz der Reziprozität glaube, habe ich ja extra für all jene, die kein Kongresspaket wollen, sich aber erkenntlich zeigen möchten, den Spendenbutton eingerichtet. Und hatte auch gedacht, dass ein eigenes Paypalkonto dafür keine Voraussetzung ist. Ich habe sehr viel gelernt und lerne weiter.
      Ich mache überhaupt niemandem einen Vorwurf! Aber mir selbst eben auch nicht, wenn da Gefühle sind aufgrund von irrationalen Sehnsüchten. Auch das darf einfach sein. Und ich habe all das hier geteilt, weil ich in meinen Blogartikeln in der Regel über das schreibe, was gerade bei mir präsent ist.
      Liebe und auch nach wie vor dankbare Grüße
      Ingrid

      • Ulrike sagt:

        Einen Vorwurf von dir habe ich auch gar nicht vernommen, eher eine Traurigkeit und gewisse Selbstzweifel. Mein “nur spenden” war als Vergleich zu “Kauf” gemeint. Dann hoffe ich, dass deine Betrachtung, dich bald wieder in einen glücklichen state zurückführt (ganzheitlich: unter Akzeptanz und Annahme auch der neg. Gefühle) und wünsche dir einen tollen, entspannten Urlaub. Liebe Grüße von Föhr.

  4. Liebe Ingrid,

    ich kann sehr gut verstehen, was Du schreibst. Und ich bewundere, dass Du das reflektierst und nicht klagst. Daher brauche ich Dich eigentlich nicht zu trösten, doch ich habe einen “Trost” für Dich – nein, sogar zwei:

    Erstens ist Dein Kongress ein Beitrag zu einer Welt, zu der die Menschen dazugehören möchten – und zwar ein ziemlich großer! Danke dafür!

    Zweitens gebe ich Dir meine Online-Erfahrung weiter: Ich arbeite schon seit vielen Jahren mit daran, die NLP-Idee einem breiten Publikum näher zu bringen (12.400 Mitglieder im XING-NLP-Forum). Das kostet im Schnitt eine Stunde am Tag, manchmal mehr – ohne jedes Entgelt. Dafür sehe ich immer wieder neue Teilnehmer/innen in unserem Ausbildungen, die etwas von mir im XING-Forum gelesen haben, denen etwas von meinen Impulsen gefiel. Deshalb bin ich ziemlich sicher: Dein Lohn kommt langsam, doch er kommt – in bar, in Hochachtung und, wenn ich das so sagen darf, in Liebe.

    Herzlich, Ralf

    • Lieber Ralf,
      vielen lieben Dank. Ich stehe auch nach wie vor zu der Idee und der Vision, mit dem Kongress mehr NLP in die Welt zu tragen und sie damit vielleicht ein Stückchen liebevoller, flexibler und besser zu machen. Und ich weiß auch, dass der Lohn nicht immer unmittelbar kommt. Und doch gab es da eben diese Sehnsucht nach dem schnellen Erfolg. (Von der die vielen “Reich über Nacht” “Schlank in zwei Wochen” ect. Angebote gut leben.) Und auch an dieser Stelle dir nochmal ein ganz großes DANKE dafür, dass du die Idee so mitgetragen hast.
      Liebe Grüße
      Ingrid

  5. Maya sagt:

    Liebe Ingrid, ich danke dir für die grossartige Arbeit, die tollen Interviews und vor allem für diesen offenen Bericht! Wir sind alle Menschen, mit Stärken und mit Wachstumspotenzial ;-). Das merke ich nach dem Weiterbildungsmarathon, den ich gerade hinter mir habe, ganz deutlich (ich meine nicht den Kongress). Das “Gefühlsrad” von einer meiner Lehrtrainerinnen von früher hilft mir da jeweils weiter. Gestern eine intensive Leere plus Erschöpfung, gepaart mit massenweise negativer Gedanken, wie nörgeln, inneres meckern, Selbstmitleid etc etc. Nach ca. 12 Stunden Schlaf geht’s heute schon etwas besser. Gerade deine Mitteilung hat mir da einen beachtlichen Schub gegeben, mir meiner Gedanken und Gefühle bewusst zu sein. Und genau DAS ist es! Wenn ich mir bewusst bin, was in meinem Kopf vor sich geht und dass es MEINE Gefühle sind kann ich etwas dagegen tun. Nochmals ganz ganz vielen Dank!

  6. Solveig sagt:

    Liebe Ingrid,
    es ist ein schöner Drahtseilakt, der Welt seine Enttäuschung mitteilen zu wollen. Der Höflichkeit halber muss ich sie dann soweit kultivieren, dass sich niemand auf seinen Schlips getreten fühlt. (Und welche Zeitgenossen tragen die größten Schlipse…?)
    Ich meine, Deine Enttäuschung (als Situation) gut zu kennen. In meiner Selbständigkeit habe ich an die 10 Jahre 60 bis 70 Stunden die Woche geschuftet. Mein “Gewinn” waren wenige hundert Euro pro Monat (manchmal auch gar nichts oder ich habe noch draufgezahlt) und die Schikane vom Amt, bei dem ich aufstocken musste. Gerade dort musste ich all meine Gefühle von Enttäuschung und Wut kultivieren, um nicht noch mehr Ärger zu bekommen.
    Dass abgekürzte Ende vom Lied waren 6 Wochen Krankenhaus, 1 Jahr Pflegestufe und die volle Erwerbsunfähigkeit. (Gegeben hatten mir die Ärzte noch ein paar Tage.)
    Über einen mehrjährigen, auf neudeutsch Selbstcoaching genannten – Lern- und Entwicklungsprozess, der auch viel NLP beinhaltete, habe ich mein Leben nicht nur gerettet sondern auch auf eine ganz neue Qualität gebracht.
    Heute ist dieses Studium mein ganz eigener Diamant, mit dessen Licht und Klarheit ich so, wie es mir wohl bestimmt ist und wie ich es selbst bestimme, in meinem Umfeld und damit in der Welt wirke. Mein Zubrot verdiene ich mir heute mit einem “ganz normalen” Job, der aber auch irgendwie zu mir passt. Als “Bote” bringe ich den Leuten ihre Post. Das kommt meinem introvertierten Wesen sehr entgegen, stärkt meine Gesundheit und bringt mir auch noch etwas (kalkulierbares) Geld.
    Das ist mein Weg als kleine Geschichte zur Unterhaltung und Inspiration.
    Was ich heute auf jeden Fall praktiziere: Wenn mich etwas maßlos enttäuscht und ich Wut habe, dann lasse ich das erst einmal auch genau so raus. Mir gegenüber und gegenüber einer vertrauten Person, die das aushält und mir zuhört.
    Erst wenn diese Gefühle und diese Energie ausgedrückt sind, fange ich an, an meiner Veränderung zu arbeiten.
    Übrigens: wenn Du Deine Sorgen der Metaebene mitteilst, bekommst Du nicht nur ehrliches Verständnis sondern auch ganz besondere Inspirationen zur (Auf-)Lösung und Transformation der Probleme. Das ist meine wunderbare Erfahrung, die ich Dir ebenfalls von Herzen wünsche. Alles Liebe von Solveig

    Ps: Irgendwo im NLP habe ich gelesen: Wenn etwas so nicht funktioniert, tue nicht mehr davon sondern tue etwas anderes. Ich wünsche Dir viel Erfolg beim Finden Deines individuellen Hebels zur Erreichung Deines Zieles.

    • Liebe Solveig, vielen Dank für deine Geschichte. Ja, ich habe schon eine Weile überlegt, ob überhaupt und wenn ja “wie” ich nach draußen gehe, mit meinen “Post-Kongress-Gefühlen”. Und habe es dann so getan, wie es sich für mich stimmig anfühlt. Und selbstverständlich kenne ich das Zitat von Steve de Shazer (Wenn das eine nicht funktioniert, tu was anderes). Und das beherzige ich auch.
      Liebe Grüße
      Ingrid

  7. Lis sagt:

    Liebe Ingrid,
    was für ein berührend, schöner und aufrichtiger Blogartikel. Vielen lieben Dank, für all die Arbeit und Reflektion. Es berührt mich immer wieder, wenn Menschen mutig und offen zu dem stehen, wie etwas für sie ist und das mit anderen teilen.
    Ich mache beruflich gerade einen ähnlichen Prozess durch, wie Du ihn beschreibst. Da ist die Liebe zu meinem Beruf und dem was ich tue und auf der anderen Seite, dass alles immer gerade so viel Geld abwirft, dass ich einigermaßen über die Runden komme. Dahinterstehende Mangeldenken – klar – auf beiden Seiten.
    Deine Beschreibung macht Mut, weil sie einen ganz anderen Blick (als den Opferblick) auf die Situation wirft. Eigenverantwortung zu übernehmen ist verbunden mit Schmerz…
    Ich möchte Dir danken, für die vielen inspirierenden Interviews und die Mühe die da hinter steckt.
    Ganz lieb von Lis

    • Liebe Lis, vielen lieben Dank. Ich habe schon mit mir gerungen, ob und wie ich mich mit dem, was mich gerade bewegt, zeige. Insofern freue ich ich, wenn mein Artikel Mut macht. Und nein, ich sehe mich nicht als Opfer, sondern als Suchende nach dem für mich passenden Weg.
      Liebe Grüße
      Ingrid

  1. 26. Oktober 2017

    […] habe hier letzte Woche in einem ganz anderen Zusammenhang schon geschrieben, dass Gefühle Sekundärphänomene sind. Es muss erst etwas da sein, das das Gefühl verursacht. Und das ist niemals die Person im Außen. […]

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