Positive Gefühle im Alltag verankern

 

Anker für positive Gefühle

 

Die Wirkung unserer Umgebung – das Konzept der Anker

Positive Gefühle im Alltag zu verankern, ist im Grunde gar nicht so schwer. In einer meiner NLP-Ausbildungen hat eine Teilnehmerin vorgestellt, wie sie gemeinsam mit ihrem Partner für sein seelisches Wohl in der Ferne gesorgt hat. Er wohnte damals aus beruflichen Gründen unter der Woche weit weg von zu Hause und von seiner Familie in einer kleinen Wohnung.

Dort fühlte er sich anfangs recht verlassen und allein. Um ihm den Aufenthalt dort erträglicher zu machen, hat seine Partnerin konsequent das Konzept der Anker genutzt.

Anker im NLP

Anker im NLP sind Sinneseindrücke, die sofort Gefühle, Reaktionen oder Gedanken auslösen. Ein Anker kann ein Satz, ein Geräusch, ein Ort, ein Geruch, ein Geschmack, eine Berührung, ein Lied, ein Bild, ein Duft, ein Gegenstand oder vieles andere mehr sein. Entscheidend ist, dass dieses Signal, dieser Reiz automatisch ein dazugehöriges Gefühl, eine Reaktion, einen Gedanken auslöst.

Im obigen Beispiel hat meine Teilnehmerin die Wohnung Stück für Stück mit positiv besetzten Dingen, Bildern, Erinnerungsstücken und liebevollen Details ausgestattet, sodass ihr Partner zwar immer noch fern der Heimat war, aber dort nunmehr eingehüllt in eine Atmosphäre, die positive Gefühle auslöste.

Ich habe auf dem Bord über meinem Schreibtisch eine Dankeschön Postkarte von Teilnehmerinnen eines besonders erfüllenden Seminars stehen und seit kurzem ein kleines rotes Sparschwein mit weißen Punkten, das mich sowohl an einen tollen Kurs als auch an meine Vision erinnert. Und ein Bild von meinen strahlenden Töchtern, das in mir sofort liebevolle Gefühle wachruft.

Was löst bei dir positive Gefühle aus?

Wie sieht es bei dir aus? Welche Gegenstände, Bilder, Blumen, Ausblicke aus dem Fenster o.ä. lösen positive Gefühle in dir aus? Magst du die Farben, die dich umgeben? Lösen sie Wohlbehagen in dir aus? Tut dir das Licht gut? Welcher Anblick zaubert dir ein Lächeln ins Gesicht? Welche positiven Anker umgeben dich bereits?

Und welche positiv besetzten Anker fallen dir ein, mit denen du dich vielleicht zusätzlich gern umgeben möchtest? Vor einer Weile erzählte mir eine andere Teilnehmerin, dass sie ein Bild von ihrem Lieblingsurlaubsort neben ihrem Schreibtisch hängen hat und dass sie sich manchmal, wenn sie eine Pause braucht, dort in Gedanken hinbeamt. Und dass sie sich danach erfrischt fühlt und wieder konzentrierter weiterarbeiten kann.

Achte auch auf Dinge, die negative Gefühle in dir auslösen. Manchmal reicht es, den Stapel mit Unerledigtem, bis du ihn in Angriff nimmst, aus dem Blickfeld zu verbannen, damit er nicht ständig unangenehme Gefühle auslöst und unnötig Energie frisst. Vielleicht kannst du der langweiligen oder hässlichen Aussicht durch einen peppigen Vorhang zumindest einen stilvollen Rahmen geben und so die negative Wirkung entmachten.

Gestalte bewusst dein Umfeld

Schau dich diese Woche ganz bewusst um an deinem Arbeitsplatz und auch bei dir zu Hause. Was von dem, was du siehst, ist ein positiv besetzter Anker? Welche Gegenstände, Bilder, Blumen, Ausblicke aus dem Fenster o.ä. lösen positive Gefühle in dir aus?

Schau dir deine Umgebung in den nächsten Tagen mit neuen Augen an und nutze den Gestaltungsspielraum, den du hast. Er ist oft größer, als wir gemein hin denken. Je mehr du dich mit positiv besetzten Ankern umgibst, umso besser wirst du dich fühlen.

 

 Die Autorin: Ingrid Huttary, Coach für Selbstwirksamkeit und Lebensfreude

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5 Antworten

  1. danke, liebe Ingrid….Du sprichst mir aus der Seele und genau das an, was Teil meiner Arbeit ist!
    bis bald, Deine Claudia

  2. Avatar Irmhild sagt:

    Liebe Ingrid,
    ich lese gerne Deine aufbauenden mails und hab sie auch nötig, denn mein dementer Mann lebt wieder bei mir, und ich bin stark gefordert, dazu meine eigenen Gesundheitsprobleme.
    Wenn ich die Verschlimmerung seines Zustandes im letzten Jahr hochrechne, denke ich, daß das wohl das letzte Weihnachten ist, das wir zusammen in unsrer Wohnung verbringen können. Irgendwann werde ich nicht mehr leisten können, was mir diese Krankheit abverlangt!!!
    Deshalb wundere Dich bitte nicht, wenn Du nie was von mir hörst – ich schaffe es einfach nicht.
    Aber ich freue mich, wenn du mich dennoch weiter bedenkst!
    Ich wünsch Dir ein Weihnachtsfest wie Du es Dir wünschst!
    Alles Liebe und Gute und einen herzlichen Gruß von
    Irmhild

    • Liebe Irmhild, dann wünsche ich dir weiterhin viel Kraft und hoffentlich immer wieder auch kleine Momente der Freude. Und es freut mich sehr, wenn ich einen Beitrag dazu leiste, dich in dieser herausfordernden Zeit zu begleiten. Ich wünsche dir trotz allem ein schönes Weihnachtsfest.
      Liebe Grüße
      Ingrid

  1. 15. November 2019

    […] Im Beitrag von letzter Woche ging darum, wie du dein Umfeld so gestalten kannst, dass es dich dabei unterstützt, immer wieder gut für dich zu sorgen. Wenn du diese Idee konsequent umsetzt, kannst du dir Schritt für Schritt kleine Inseln des Wohlbefindens einrichten. Oft werde ich in Seminaren gefragt, wie es gelingen kann, die Arbeit nicht mit nach Hause zu nehmen. Auch hierfür kannst du Anker nutzen, indem du ganz bewusst einen Break inszenierst, das immer gleiche Ritual durchführst, das auch deinem Unbewussten signalisiert, jetzt fängt ein neuer Abschnitt an. […]

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