Achtsamkeit

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Achtsamkeit

Vor drei Wochen habe ich an dieser Stelle über Quality time geschrieben. Viele Menschen empfinden ihren Alltag als permanente Hetzjagd. Und wenn sie vielleicht mal nicht gerade von Termin zu Termin hetzen, dann rasen sie doch innerlich weiter. Denken an das, was war und nicht gut gelaufen ist oder sind bereits in der Zukunft unterwegs. Sind bei dem, was sie noch alles zu tun haben, tun möchten oder denken tun zu müssen.

Mehr Bewusstheit im eigenen Denken

Dagegen hilft, mehr Bewusstheit ins eigene Denken zu bringen. Gerade vor ein paar Tagen habe ich mich mit meiner Schwester darüber unterhalten, dass einer der Effekte der Beschäftigung mit NLP der ist, dass wir uns selbst beobachten, bei dem was wir denken. Und das ist oft schon der erste Schritt auf dem Weg zu mehr Lebensqualität.

90 Prozent geschieht unbewusst

Diverse Untersuchungen aus den Reihen der Psychologie und der modernen Neurobiologie stützen mehr und mehr die These, dass über 90 Prozent unseres täglichen Handelns ohne bewusstes Zutun geschehen.

Das klingt nach erschreckend wenig bewusster Zeit. Aber nur mal so als Test: Erinnere dich mal daran, wann du das letzte Mal deine Schlüssel gesucht hast, sie dann – hoffentlich – auch irgendwann gefunden hast und beim besten Willen nicht weißt, wer die da hingelegt hat. Die Chancen sind groß, dass du es selbst warst, dich aber einfach nicht erinnerst. Weil du es nicht bewusst gemacht hast. Und so geht das den ganzen Tag. Wie oft ist es dir schon passiert, dass du den vertrauten Weg gefahren bist, dabei wolltest du doch ganz woanders hin, weil Wochenende ist. Wie oft fragst du dich: habe ich das jetzt schon gemacht?

Bei Jens Corssen heißt es so schön: „Es denkt mich“ „es isst mich“, es fährt mich“.

Achtsamkeit kostet keine zusätzliche Zeit

Und deswegen ist ein erster kleiner Schritt mit großer Wirkung der, mehr Bewusstheit in unser Denken und Tun zu bringen. Wo bin ich gerade mit meinen Gedanken? Bin ich bei dem, was ich tue? Es geht darum, zum zweiten Mal am Tag aufzuwachen. Diese Art von Achtsamkeit kostet keine zusätzliche Zeit. Insofern gilt die Ausrede nicht, dass du dafür keine Zeit hast. Es geht nur darum, das, was du gerade im Moment machst, mal mit voller Aufmerksamkeit zu tun. Trinken und schmecken, was du trinkst, duschen und nur zu spüren, wie das Wasser auf deiner Haut sich anfühlt.

Das klingt simpel, doch nach meiner Erfahrung ist es gar nicht so leicht. Wir sind höchst selten ganz im Hier und Jetzt. Meist rasen wir nach vorn und malen uns alles Mögliche aus, von dem dann nur ein Bruchteil eintritt. Oder wir ärgern uns zum x-ten Mal über Schnee von gestern, den wir eh nicht mehr ändern können.

Im Hier und Jetzt ankommen

Ich bemerke an mir selbst zurzeit, dass mein Kongressprojekt mich bis in meine Träume begleitet und viele meiner Gedanken um das kreisen, was ich noch alles tun möchte. Solange ich im Flow bin, wunderbar. Wenn ich mich aber in einen Zustand von gefühlter Überforderung manövriere, dann hilft es mir sehr, erst einmal wieder ganz im Hier und Jetzt anzukommen.

Bewusst wahrzunehmen, wie ich atme, wie mein Kopf auf meinem Hals sitzt, wie sich mein Kiefer anfühlt. Es heißt im NLP nicht umsonst, dass der kürzeste Weg zur Zustandsveränderung die Veränderung der Physiologie ist.

Um im zweiten Schritt auch die Gedanken bewusst wahrzunehmen. Bewusst wahrzunehmen, was ich im Augenblick denke und ob diese Gedanken hilfreich sind. Ich habe im Laufe der Jahre so einige wenig zielführende aber hartnäckig wiederkehrende „Lieblingsgedanken“ aufgespürt.

Achtsamkeit entstresst

Achtsamkeit entstresst einerseits, weil ich innehalte. Wenn ich bewusst tue, was ich gerade tue, dann entschleunige ich automatisch. Und das tut gerade jenen, die viel um die Ohren haben, ungeheuer gut. Und sie entstresst andererseits, weil sie mich dabei unterstützt, all die ungünstigen Gewohnheiten aufzuspüren, mit denen ich mich selbst in schlechte Zustände manövriere.

Insofern wünsche ich dir viele achtsame Momente.

 Die Autorin: Ingrid Huttary, NLP-Lehrtrainerin und NLP-Lehrcoachingrid-rund
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1 Antwort

  1. 4. Juli 2017

    […] habe hier ja schon vor vier Wochen über Achtsamkeit geschrieben und eine Woche später über den Wholeness Prozess von Connirae Andreas, mit dem sich […]

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