Der innere Dialog

innerer Dialog

Parallelen – der innere Dialog bei Deepak Chopra und im NLP

Vor ein paar Wochen habe ich an einer 21-tägigen Meditationsreihe von Deepak Chopra, einem indischen Arzt, Redner und Autor spiritueller Bücher teilgenommen. Wie auch schon bei anderen Ausflügen in andere Lehren und Methoden, habe ich auch hier einige Parallelen zu NLP Grundannahmen und NLP Methoden festgestellt.

Deswegen möchte ich ein paar Gedanken von Deepak Chopra und eine Übung, die so auch aus dem NLP stammen könnte, heute hier mit dir teilen.

Praktische Regeln

Am neunten Tag seiner Meditationsreihe teilt Deepak Chopra ein paar praktische täglich anwendbare Regeln (hier kursiv geschrieben). Ich ergänze sie jeweils mit ein paar eigenen Gedanken.

Sei milde mit dir selbst. Selbstbeschuldigungen und Verurteilungen führen niemals zum Ziel, da positive Ergebnisse niemals aus negativem Antrieb entstehen.

Das halte ich grundsätzlich für eine sehr gute Idee und auch die Begründung ist für mich absolut stimmig. Leider ist es oft leichter gesagt, als getan. Allein, der gute Vorsatz führt nach meiner Erfahrung jedoch nicht so ohne weiteres zum Ziel.

Reframing als Weg

Im NLP schätze ich an dieser Stelle deswegen das Reframing sehr. Wie kann ich das, was mich an mir selbst stört, aus einem anderen Blickwinkel betrachten oder in einen anderen Kontext setzen? Auf die Art und Weise fällt es vielen meiner Seminarteilnehmer oft leichter, bisher ungeliebte Verhaltensweisen oder Eigenschaften anzunehmen. Und auf diesem Weg milder zu werden.

Wem gebe ich Macht über mich?

Sei selbständig. Das beginnt damit, die Verantwortung für das eigene Leben zu beanspruchen. Zu viele Menschen geben ihre Macht ab, indem sie anderen erlauben, sie zu kontrollieren, ihre Meinungen zu formen, ihr geringes Selbstwertgefühl zu stärken. Sie weigern sich nahezu, sich selbst zu schätzen. All das hört sofort auf, sobald wir erkennen, dass niemand über unser Leben verfügt außer uns selbst.

Anthony Robbins formuliert einen ähnlichen Gedanken: „Kein Mensch hat irgendeine Macht über mich, außer der, die ich ihm gebe.“

Wege zum Unbewussten

Nur über den kognitiven Weg wird nach meiner Erfahrung dieser Grundgedanke noch nicht zu erlebter, gefühlter Wirklichkeit. Deepak Chopra geht daher den Weg der Meditation. Ich selbst habe in letzter Zeit mehrfacher erlebt, dass die Wholeness Prozesse von Connirae Andreas ein wunderbarer Weg dahin sind.

Sei die Liebe, die du suchst

Verkörpere das, was du schätzt und liebst. Statt verzweifelt nach der Person zu suchen, die dich voll und vollkommen lieben wird, sei du diese Person, sei du diese Liebe. Deine Essenz ist die Liebe, nach der du suchst. Indem du das verkörperst, nach dem du suchst, wirst du es überall finden, wohin du auch schaust.

Der neue Freund

Um das zu erreichen, bietet Deepak Chopra die folgende Übung an:

Und nun eine einfache Übung, die dich perfekt auf den Tag vorbereitet. Stell dir vor, du hast einen neuen Freund gefunden, der liebenswert, großherzig und unbeschwert ist. Dieser neue Freund lässt dich seine Liebe und Unterstützung spüren. Und jetzt werde du selbst zu diesem deinem neuen Freund. Handle dir gegenüber so, wie es dieser Freund tun würde und vermeide das, was ein solcher Freund oder eine solche Freundin niemals tun würde.

Auf diese Weise aktivierst du mehr als einen positiven Glaubenssatz auf einmal. Du stellst dir eine komplette Veränderung vor und machst weiter, damit sich diese Vision jeden Tag entfalten kann.

Der veränderte innere Dialog

Diese Übung gefällt mir richtig gut. Wie oft beschimpfen wir uns selbst, statt uns aufzubauen. Und oft ist unserer innerer Dialog derart unfreundlich, dass wir uns eine solche Ansprache von jedem anderen verbitten würden.

Hier anzusetzen, indem wir uns zunächst vorstellen, jemand anderes würde liebevoll und großherzig mit uns umgehen, um dann assoziiert in diesen anderen zu schlüpfen, finde ich sehr heilsam.

Wie ist es bei dir? Wie gehst du mit dir selbst um? Hast du Lust, diese Übung eine Weile zu probieren? Schreib mir gern deine Meinung.

 Die Autorin: Ingrid Huttary, Coach für Selbstwirksamkeit und Lebensfreude

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4 Antworten

  1. Avatar Petra Michaela sagt:

    Hallo Ingrid,
    Ich habe auch vor kurzem von jemand die Idee gehört als Gegenpart zu meinem inneren Kritiker den inneren Helfer zu stärken. Symbolisch steht dafür meine Lieblingsoma – für mich gefühlt der liebenswürdigste, wohlwollendste Mensch, den ich in meinem Leben kennengelernt habe. Sie hat mich Judy genannt. Wenn ich erkenne, dass der Kritiker aktiv wird, reicht es mir den Namen Judy leise für mich zu sagen und ich bin im inneren HelferModus.

  2. Liebe Ingrid!
    vor wenigen Tagen habe ich mir ein Video von Wilhelm Schmid angesehen über Selbstfreundschaft. Ganz ähnliche Gedanken kamen da vor. Die Idee, in uns selbst einen wunderbaren Freund/In zu tragen, ist großartig. Da gibt es wieder viele Varianten dazu, in jedem Fall sehr wohltuend. Danke für den erneut so schönen, hilfreichen Text.
    Dir alles Liebe, Claudia

    • Liebe Claudia,
      stimmt, zur Idee, sich selbst ein guter Freund/eine gute Freundin zu sein, gibt es viele Varianten. Egal wie, Hauptsache, wir nehmen uns selbst liebevoller an.
      Liebe Grüße
      Ingrid

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