Überforderung adé

Überforderung - jonglierende Frau

Wann fühlst du dich überfordert?

Dies kann punktuell sein. Zum Beispiel, wenn du einen Vortrag halten sollst oder plötzlich mit einer Aufgabe konfrontiert bist, die du so noch nie gemacht hast. Oft geht es jedoch um länger anhaltende Phasen der Überforderung. Insofern ist das Wort Überforderung zunächst einmal recht unpräzise.

Das lang anhaltende Zuviel

Bei vielen Menschen, die zu mir ins Coaching kommen, geht es bei dem Thema Überforderung eher um ein länger anhaltendes Zuviel. Die Fülle der Aufgaben oder ein über einen längeren Zeitraum andauerndes zu viel oder zu weit außerhalb der Komfortzone stresst sie und erzeugt immer öfter Gefühle der Überforderung.

Die permanente Hetzjagd

Viele Menschen empfinden ihren Alltag als permanente Hetzjagd. Und wenn sie vielleicht mal nicht gerade von Termin zu Termin hetzen, dann rasen sie doch innerlich weiter. Denken an das, was war und nicht gut gelaufen ist oder sind bereits in der Zukunft unterwegs. Sind bei dem, was sie noch alles zu tun haben, tun möchten oder denken tun zu müssen.

Der Wunsch, allem gerecht zu werden

Hinter dieser inneren und äußeren Raserei steckt ganz häufig der Wunsch, allem gerecht werden zu können, den Wünschen der anderen ebenso wie dem eigenen Anspruch. Und wenn dies nicht gelingt, entsteht das Gefühl der Überforderung.

Ich möchte als Basis zur Lösung des Themas mit einem Modell von Gunther Schmidt starten und mit der etwas provokanten Frage: Wie schaffst du es ein Problem zu haben?

Das unrealistische Sehnsuchtsziel

Damit du überhaupt ein Problem haben kannst, brauchst du eine Differenz zwischen dem, was ist und dem, was du dir wünschst, also eine Ist-Soll-Differenz. Und ein Problem entsteht meist erst dann, wenn das „Soll“ eine im Grunde unerreichbare Lösung ist – ein verstehbares, aber unrealistisches Sehnsuchtsziel. Bei Menschen, die sich in die Überforderung manövrieren, ist das z.B. der Wunsch, allem gerecht zu werden.

Die immer gleichen Lösungsversuche

Solange Menschen die immer gleichen Lösungsversuche unternehmen, um möglichst ihr Sehnsuchtsziel zu erreichen, wiederholen sie das, was Gunther Schmidt „Lösungsversuche erster Ordnung“ nennt. Erst, wenn sich das „Soll” ändert und sie sich damit öffnen für ganz andere Lösungen, die dann zunächst als zweit- oder drittbeste Optionen erscheinen, ist ein Ausweg aus der ständigen Wiederholung von „mehr vom selben”, wie es Paul Watzlawick nannte, möglich. Um sich also aus der Überforderung zu lösen, ist es in den meisten Fällen wichtig, die eigenen Ansprüche an sich selbst zu überprüfen und auf ein realistisches Maß zu reduzieren.

Das neue „Soll“

So könnte ein neues „Soll” bei jenen, die allem gerecht werden wollen, lauten, dass sie zufrieden damit sind, ihr Bestes zu geben und dies auch wirklich emotional akzeptieren. Oder bei jenen, die sich überfordert fühlen, weil sie es allen Recht machen wollen, dass sie sich selbst wichtig nehmen dürfen. Dies wären dann Lösungen zweiter Ordnung. Für die ich natürlich einen Preis zahle.

Den Preis akzeptieren

Solange ich das Sehnsuchtsziel verfolge, alles hinzubekommen, kämpfe ich gegen das, was ist. Erst, wenn ich akzeptiere, dass es nur Lösungen mit Preis gibt, kann ich anfangen darüber nachzudenken, welchen Preis ich zahlen möchte. Den, mich selbst kaputt zu machen, um es allen anderen Recht zu machen. Oder doch lieber den Preis, dass ich es vielleicht nicht allen Recht mache, aber dafür besser für mich sorge.

Die Herausforderung der emotionalen Akzeptanz

Die meisten Menschen haben oft bei ihrer Lösungssuche bereits kognitiv ganz viel versucht. Deswegen klingt es ganz einfach: Ändere halt das „Soll“, akzeptiere, dass nicht alles geht. Die Herausforderung bleibt, emotional zu akzeptieren, sich für die zweitbeste Option zu öffnen, dafür, dass es schlicht unmöglich ist, allen und allem immer gerecht zu werden.

Viele Menschen müssen erst wirklich auf dem Zahnfleisch gehen, bevor sie sich erlauben dürfen, sich selbst auch wichtig zu nehmen. Das hat viel mit Werten und früh erlernten Glaubenssätzen zu tun. Diese tief sitzenden Muster brauchen mehr als einen Blogartikel. Für heute möchte ich dir nur ans Herz legen, für dich mal zu überprüfen: Wo habe ich vielleicht unrealistische Sehnsuchtsziele? Und welchen Preis müsste ich zahlen, wenn ich eine zweitbeste Option akzeptiere?

Noch mehr Ideen zum Thema findest du in meinem anderen Artikel zum Thema Überforderung.

Die Autorin: Ingrid Huttary, Mindset-Expertin für souveräne Führung und gesunde Lebensbalance

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