Innerliche Killerphrasen – redest du dich gesund?

Kopfkino - innerliche Killerphrasen

Innerliche Killerphrasen – redest du dich gesund?

Innerliche Killerphrasen kennt vermutlich fast jeder. Neulich habe ich in einem der Interviews, die ich für meinen NLP-Online-Kongress führe einen spannenden Satz gehört. Johann Kluczny sagte: „Die Art und Weise, wie der Mensch mit sich kommuniziert, entscheidet, wie gesund er ist.“

Wie hilfreich ist dein Selbstgespräch?

Mir ist an der Stelle mal wieder aufgefallen, wie wichtig es ist, wahrzunehmen, was da so zwischen unseren beiden Ohren passiert. Den ganzen Tag läuft da ein mehr oder weniger hilfreiches Selbstgespräch. Und vieles von dem, was wir den ganzen Tag so denken, nehmen wir gar nicht bewusst wahr. Aber dieser permanente innere Dialog beeinflusst natürlich unseren Blick auf die Welt, unser Handeln und unsere Interaktionen enorm. Und natürlich nicht nur, das Gerede, sondern auch die Filme und Bilder, die da so laufen.

Meine Gedanken formen mein Befinden

Und das, was ich über mich selbst denke, beeinflusst eben nicht nur meine Beziehungen zu anderen Menschen sondern auch meine Beziehung zu mir selbst und zu meinem Körper. Und auch all das, was ich über andere denke oder über Situationen, scheinbare Notwendigkeiten und Handlungsoptionen hat unmittelbaren Einfluss auf mein Befinden.

Vom Einfluss der Umgebung

Vielleicht erinnerst du dich, dass ich hier schon einmal darüber geschrieben habe, was für einen enormen Einfluss auch unsere Umgebung auf unsere Gesundheit hat. Damals hatte ich gerade gelesen, dass ältere Menschen, wenn man sie in eine Umgebung versetzt, die quasi ein Abbild der Umgebung ihrer Jugendzeit ist, sehr schnell beweglicher, fitter und vitaler werden. Ja, dass sich sogar Knochenwachstum verändert hat.

Das Schwelgen in Erinnerungen als Jungbrunnen

Ich finde, dieses Forschungsergebnis passt sehr gut zur Aussage von Johann. Denn es ist ja nicht die Umgebung direkt, die als Jungbrunnen wirkt, sondern die mit der Umgebung verbundenen Erinnerungen, die solcherart aktiviert werden. In der Umgebung meiner Jugendzeit kommuniziere ich mit mir selbst eben anders, als im Altersheim, das mir auf Schritt und Tritt signalisiert, dass ich hier zum alten Eisen gehöre.

Innerliche Killerphrasen

Vor kurzem habe ich noch ein ganz anderes Beispiel selbst begleitet. Einer Klientin von mir war, nachdem wir über das Thema innerer Dialog gesprochen hatten, bewusst geworden, wie oft sie sich innerlich sagte: „Ich kann nicht mehr.“ Und, dies denkend, trotzdem weitermachte. Dieser innere Widerspruch führte dazu, dass sie ein Gefühl hatte, als würde sie ständig gegen die eigene im Inneren angezogene Handbremse anrennen. Das kostete sie natürlich viel Kraft.

Übernommene Gedanken

Außerdem hatte sie das Gefühl, dass es gar nicht ihr eigener Satz war, sondern dass sie diesen Satz von ihrer Mutter übernommen hatte. Wir haben ihr Mutterthema dann mit dem an anderer Stelle beschriebenen Wholeness-Prozess sanft bearbeitet. Es brauchte danach ein Weilchen, bis ihr auffiel, dass der Satz verschwunden ist – und damit auch die angezogene Handbremse.

Die verblüffende Wirkung

Das heißt nicht, dass sie sich gar nicht mehr gestresst fühlt. Einer ihrer stärksten inneren Antreiber ist „sei schnell“. Der ist nach wie vor aktiv. Aber immer öfter genießt sie das hohe Tempo, das sie letztlich ja selbst wählt. Ohne die innere Bremse fühlt sie sich jetzt voller Lebendigkeit beim Rennen. Und kann zugleich auch Phasen der Entschleunigung viel bewusster genießen. Weil sie nicht mehr so erschöpft ist.

Kennst du bei dir auch solche innerlichen „Killerphrasen“? Die immer wieder durch dein Hirn schwirren und dir das Leben schwer machen?

 Die Autorin: Ingrid Huttary, NLP-Lehrtrainerin und NLP-Lehrcoachingrid-rund

Möchtest du auch innerliche Killerphrasen entmachten?

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Via Zoom mit Aufzeichnung und zusätzlichem Material.

 

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2 Antworten

  1. Eva sagt:

    Danke für diesen Post. Er hat mich nachdenklich gestimmt, da ich viel mit mir selbst rede und vor allem viel mit mir schimpfe. Ich sollte doch netter zu mir sein.

    • Liebe Eva,
      ja, das kenne ich auch. Und wenn du jetzt darauf achtest, dann schimpf dich nicht dafür, dass du dich schon wieder schimpfst. Sei gnädig mit dir. Solche Automatismen zu ändern, ist ein langer Prozess.

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