Pausen einbauen – Slow macht glücklich

Zeit für mich selbst - Pausen

Pausen einbauen – Slow macht glücklich

Sommerzeit ist für viele Menschen auch Urlaubszeit. Zeit mal langsamer zu machen, auszuspannen, den hektischen Alltag für eine Weile hinter sich zu lassen. Auch ich nutze diesen Sommer intensiver als die Jahre zuvor, um mal das Tempo runterzufahren. Ich komme gerade aus Griechenland, wo die heißen Temperaturen quasi zwangsläufig bei mir dafür gesorgt haben, dass ich mich sehr viel langsamer bewegt habe, als ich es sonst tue.

Regelmäßige Pausen

Das Tempo mal rauszunehmen, sollte allerdings nicht nur der Urlaubszeit vorbehalten sein. Wer nur in der Urlaubszeit oder vielleicht noch am Wochenende das hohe Tempo runterfährt, zapft ständig die eigenen Leistungsreserven an. Körper und Geist brauchen, um gut zu funktionieren, einen Wechsel von Anspannung und Entspannung. Regelmäßige Pausen über den ganzen Tag verteilt, auch und gerade während der Arbeitszeit, sorgen nicht nur für eine verbesserte Leistungsfähigkeit, sondern auch für höhere Lebensqualität.

In seinem schönen, pragmatischen, kleinen Büchlein „slowtime“ schreibt Johannes Lauterbach, dass sich unser Kommunikationstempo seit dem 19. Jahrhundert um das zehnmillionenfache beschleunigt habe, unsere Reisegeschwindigkeit um das hundertfache. Die durchschnittliche Schlafzeit hingegen habe sich um zwei Stunden reduziert.

Die Qualität der Regeneration

Kein Wunder, dass sich viele Menschen weniger Stress und mehr Entspannung wünschen. Erfolgreiche Sportler wissen es längst: ihre Leistungsfähigkeit hängt nicht zuletzt von der Qualität ihrer Regeneration ab. Bei ihnen gehört es zur Pflicht, eine gesunde Balance zwischen Anspannung und Entspannung für Körper und Geist herzustellen.

Die Pomodoro Technik

Einen sehr strukturierten Rahmen für den Wechsel zwischen mehreren kleinen Pausen und hochkonzentrierten Arbeitsphasen bietet die so genannte Pomodoro Technik. Benannt wurde die Technik nach einem Küchenwecker, der aussah wie eine Tomate. Die Idee ist einfach. Ich stelle mir einen Wecker – das klassische Zeitfenster bei der Pomodoro-Technik ist 25 Minuten – und in der Zeit arbeite ich konzentriert und konsequent an meinem Vorhaben. Danach mache ich eine kurze Pause von ca. 5 Minuten. Vorab notiere ich mir, wenn es nicht eh klar ist, kurz die Aufgabe und was dafür getan werden muss.

Auf die Art und Weise erhöhe ich einerseits die Konzentration und drifte weniger schnell ab. Andererseits sorge ich für definierte Pausen. Frei nach dem Motto: Wer produktiver werden möchte, braucht Pausen.

Der Bodyscan

Johannes Lauterbach stellt in seinem lesenswerten Büchlein noch viele andere Möglichkeiten und Ideen vor, sich in fast allen Lebensbereichen kleine Auszeiten zu verschaffen. Zum Beispiel der Bodyscan, den du unauffällig sogar in einem langwierigen Meeting machen kannst, wenn deine volle Aufmerksamkeit gerade nicht wirklich gefordert ist.

Nimm dich selbst bewusst wahr und checke einfach mal deinen Körper durch. Beachte deine Hände und Füße. Wie ist deine Haltung? Wie angespannt bist du? Wo berührst du den Stuhl, die Lehne, die Sitzfläche? Hast du irgendwo leichte Schmerzen? Drückt etwas? Vielleicht bemerkst du Dinge, die dir vorher nicht bewusst waren. Möglicherweise stellst du fest, dass du ganz schön unbequem oder schief dasitzt. Dann ändere das. Nach so einem kurzen Bodyscan fällt es dir vermutlich leichter, wieder konzentriert und aufmerksam zu sein.

Der mentale Tempowechsel

Gut und einfach umzusetzen finde ich auch die Idee eines kurzen mentalen Tempowechsels. Auch wer viel am Schreibtisch sitzt, steht doch immer mal wieder auf. Sei es, um auf die Toilette zu gehen, zum Kopierer, zur Kaffeemaschine, zum Kollegen oder zum Meeting. Statt währenddessen weiter die Gedanken um irgendwelche Probleme, Ärgernisse oder ungelöste Fragen kreisen zu lassen, kann ich solche kurzen Wege auch für kurze mentale Auszeiten nutzen.

Konzentrier dich beim Gehen ganz bewusst auf deine Füße. Beobachte, wie du deine Füße hebst und senkst, wie du sie aufsetzt. Spüre den Boden unter den Füßen. Durch diese kurze Fokussierung auf deinen Körper gönnst du deinem Gehirn eine Auszeit von seinen kreisenden Gedanken und kommst mal eben ganz im Hier und jetzt an. Und wenn du diese Mini Gehmeditation im normalen Tempo machst, bekommt es nicht einmal jemand mit.

Kleine Veränderungen mit großer Wirkung

Im Rahmen eines Coachingprozesses habe ich mit einer Kundin einige solcher kleinen Veränderungen besprochen. Bereits im nächsten Gespräch bestätigte sie mir, dass sie sich deutlich entspannter und glücklicher fühle.

Wir denken viel zu oft, dass es große Veränderungen braucht, damit es uns endlich besser geht. Dabei sind es oft eher die kleinen Veränderungen, die konsequent umgesetzt, große Wirkung zeigen. Dem eigenen Körper immer mal wieder mehr Beachtung schenken, auf die Atmung achten, mal kurz wirklich ganz im Hier und Jetzt ankommen.

 Die Autorin: Ingrid Huttary, Coach für Selbstwirksamkeit und Lebensfreude

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