Neues Jahr – neues Spiel – neue (alte) Ziele?

neues Jahr - neue Ziele

Neujahr – die Zeit der guten Vorsätze

Geht es dir grad auch so, dass du überall nur noch von guten Vorsätzen, Zielen für das neue Jahr, Jahresplanung und Ähnlichem liest? Da ich ja weiß, dass ich durch meinen vorhandenen Fokus auch stark lenke, was überhaupt in meinen Fokus gerät, bin ich mir gerade nicht so sicher, ob es an meiner Wahrnehmung und meinem Umfeld liegt oder ob es einfach den meisten um die Jahreszeit so geht, dass das Thema Wünsche und Ziele sehr stark präsent ist.

Eine gute Gelegenheit zum Schwungholen

Jedenfalls sagt mir meine Erfahrung, dass so ein Jahreswechsel eine gute Gelegenheit ist, um noch einmal oder wieder einmal Schwung zu holen. Und dass gute Vorsätze ohne konkrete Ziele ratz fatz wieder in der Versenkung verschwinden.

Deswegen greift auch mein heutiger Blogartikel das Thema Ziele auf. Einer meiner allerersten Artikel auf diesem Blog hat sich bereits damit   beschäftigt, wie du Ziele so formulierst, dass sie attraktiv, herausfordernd und gut erreichbar zugleich sind.

Heute möchte ich dich vor dem Formulieren von Zielen erst einmal dazu inspirieren, dir zu überlegen, ob du dir überhaupt Ziele setzen möchtest und welche Art von Zielen.

Ziele als Chance auf Erfolge

Ich begegne immer wieder Menschen, die aufgehört haben, sich Ziele zu setzen, weil sie in der Vergangenheit enttäuscht worden sind und große Angst davor haben, wieder enttäuscht zu werden. Sie haben sich etwas vorgenommen, doch dann haben sich die Dinge völlig anders entwickelt. Daraus haben sie den Schluss gezogen, dass es sinnvoller ist, das Risiko von Misserfolgen zu vermeiden. Damit vermeiden sie nur zugleich auch die Chance auf Erfolge. Statt gar keine Ziele mehr zu nutzen, empfehle ich, sich lieber einen Zielkorridor zu setzen, siehe den oben erwähnten Artikel

Energien mobilisieren

Vielleicht kennst du das Zitat von Martin Luther: „Ans Ziel kommt nur, wer eines hat“. Nur wenn ich eigene Ziele verfolge, gestalte ich aktiv. Bevor ich dem NLP begegnet bin, habe ich mich eher treiben lassen, habe durchaus auch mal Chancen ergriffen, aber ohne klare Ausrichtung.

Für mich hat es sich bewährt, Ziele zu nutzen, um mich zu orientieren, Energien zu mobilisieren und Prioritäten zu setzen. Und um meinen Fokus auf das zu richten, was ich erreichen möchte.

Ziele als Fahrplan

In meinen Live-Seminaren erzähle ich zum Thema Ziele gern die folgende Anekdote, die ich vor Jahren im Haufe Taschenguide „Zeitmanagement“ gelesen habe:

Ein Zugreisender steht am Bahnsteig und wartet auf seinen verspäteten Zug. Es regnet und seine ohnehin schlechte Stimmung wird je nasser er wird umso schlechter. Schließlich wendet er sich völlig empört an den Infoschalter: Wozu gibt es überhaupt einen Fahrplan, wenn sich niemand dran hält?

Der Bahnmitarbeiter erwidert gelassen: Woher wüssten Sie, dass dieser Zug 20 Minuten Verspätung hat, wenn es keinen Fahrplan gäbe?

Selbstgesetzte Meilensteine

Viele Menschen denken, wenn sie sich Ziele setzen, engt sie das nur ein. Wenn sie diese dann nicht 1:1 erreichen, sind sie nur wieder frustriert. Wer jedoch Ziele als selbstgesetzte Meilensteine begreift, kann sie nutzen, um Klarheit zu gewinnen über die eigenen Wünsche und Bedürfnisse. Und kann anhand der Ziele Wege definieren, wie er das erreicht, was er sich wirklich wünscht. Dabei kann und darf es immer wieder vorkommen, dass wir ein selbst gestecktes Ziel gar nicht oder erst sehr viel später erreichen. Dennoch erfüllen auch solche Ziele einen guten Zweck: Sie unterstützen uns dabei, herauszufinden, was zu uns passt. Und sie helfen uns, zumindest eine Zeit lang Energien zu mobilisieren, auch wenn dann später doch alles ganz anders kommt. So hat es bei mir selbst zum Beipiel deutlich länger gedauert, als gedacht, bis ich es geschafft habe, regelmäßig Seminare auf Kreta zu halten.

Abweichungen bei deinen Zielen managen

Die kleine Anekdote mit dem Fahrplan zeigt noch einen weiteren wichtigen Aspekt bei der Arbeit mit Zielen: Nur wer ein Ziel hat, kann über Abweichungen reden oder erkennen, dass er nicht auf dem geplanten Weg ist. Und er kann von Situation zu Situation neu entscheiden, wie er mit der Abweichung umgeht. Wenn sich die Umstände ändern, ist es manchmal notwendig, das Ziel anzupassen oder grundlegend zu ändern. Arbeiten mit Zielen heißt deswegen auch: immer wieder innezuhalten, zu resümieren und Abweichungen zu managen. Um bei meinem eigenen Beispiel zu bleiben: ursprünglich hatte ich NLP auf Kreta in Kooperation mit einem anderen Anbieter angeboten. Das hat nicht funktioniert. Jetzt biete ich selbst Bildungsurlaube an, was ich ursprünglich gar nicht für möglich hielt. Und so ist dann ein ganz anderes, kreatives Konzept gewachsen, wie meine Teilnehmenden hier auf Kreta bei mir einen NLP Practitioner erwerben können.

Erst einmal Bilanz ziehen

Manchmal lohnt es sich, vor dem Definieren neuer Ziele erst einmal Bilanz zu ziehen. Gern auch mit dem Fokus auf das Gute, was alles schon da ist. Ich habe letztens auf Facebook einen Film von Avaaz geteilt, weil er im Großen, also in Bezug auf Weltpolitik, Armutsbekämpfung, Umweltschutz etc. all die vielen Erfolge aufzählt, die schnell aus dem Visier geraten, angesichts von Katastrophen, Kriegen und Erfolgen von Demagogen und Populisten.

Und im Kleinen, also in meinem Alltag, ist es genauso wichtig, nicht nur zu streben nach dem, was noch nicht da ist und vor lauter Streben zu übersehen, was ich schon erreicht habe. Deswegen habe ich dir für den Jahresanfang heute ein Arbeitsblatt zusammengestellt, auf dem du für deine verschiedenen Lebensbereiche erst einmal Bilanz ziehen kannst. Im nächsten Schritt kannst du dann so tun, als hätte sich alles bestens entwickelt und dir vorstellen, wie die Bilanz ein paar Jahre später aussieht. Und auf der Basis des Unterschieds entwickelst du dann Ziele, die wirklich zu dir passen.

Bilanz und Ziele-Arbeitsblatt

Rückblick und Ausblick

Ich habe mir gestern meine Ziele von 2013 angesehen. 10 Jahre später ist vieles davon heute selbstverständlich in meinen Alltag integriert, andere Ziele haben sich erledigt, weil sich manches, das sich meinem Einfluss entzieht, anders entwickelt hat. Trotzdem hat mich dieser Rückblick darin bestärkt, weiter mit Zielen mein Leben zu gestalten.

Wie ist es bei dir? Hast du dir Ziele gesetzt für das neue Jahr?

 Die Autorin: Ingrid Huttary, Expertin für souveräne Führung und gesunde Lebensbalance

  • Fühlst du dich angesprochen von diesem Thema?
  • Möchtest du in diesem Jahr umsetzen, was du dir vornimmst?
  • Möchtest du gern deine Zukunft mit mir planen?

Melde dich bei mir und hol dir ein unterstützendes Coaching.

Mehr erfahren über Coaching mit Ingrid.

Vielleicht bin ich ja genau die Richtige, um dich dabei zu unterstützen, in diesem Jahr deine Ziele zu erreichen.

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1 Comment

  1. Götz, Karolin 12/01/2023 at 8:53

    Guten Morgen Ingrid,

    zunächst möchte ich Dir alles Gute für das Jahr 2023 wünschen.

    Ich erhalte seit einigen Jahren deine Motivationsmails und bin doch relativ häufig irritiert über die Themen, die Du gerade behandelst. Diese Themen haben auch mich in dieser Zeit beschäftigt. Damit meine ich nicht unbedingt das jetzige “Ziele-Thema”.
    Wir, mein Mann und ich, haben unsere Ziele – zwar nicht schriftlich fixiert, dafür unübersehbar vor Augen.
    Im August 2022 bin ich im Rahmen meiner Altersteilzeit in die Freizeitphase gewechselt und wir sind von Bayern nach Mecklenburg-Vorpommern umgezogen. Mein Mann ist schon in Rente.
    Nachdem unsere Katze – die natürlich mit umzog – verstorben ist, planten wir uns langfristig einen Hund anzuschaffen. Idealerweise einen reinrassigen. Wir haben sämtliche Katzenutensilien in einem Gnadenhof abgegeben. Nun haben wir eine vierjährige Hündin, ein “Total-Mix”…
    Nun, ansonsten haben wir noch etliche Kisten auszupacken und aufzuräumen. Und nicht nur das. Sämtliche Ärzte, wie Tierarzt wurde gesucht und gefunden. Handwerker, die alte Wasserrohre wechseln und dafür sorgen, dass es im Haus trocken und gemütlich warm ist, waren ebenfalls notwendig sowie Dachdecker und so geht es weiter…
    Diese Ziele, um auf die heutige Mail zu kommen, bleiben also für uns unübersehbar.
    Für uns war es sehr wichtig, aus dem täglichen Trott – mit dem Eintritt in Rente und Freizeitphase eine völlige Veränderung vorzunehmen. Wir möchten nämlich nicht wie sehr viele ältere Menschen auf dem Sofa oder im Lieblingssessel verstauben. Unsere Erfahrung war in diesem Falle prägend.
    Ich höre jetzt auf, bin auf weitere Mails sehr gespannt, denn sie entlocken mir oft ein Lächeln…
    Viele Grüße aus Vorpommern-Greifswald
    Karolin

    p.s. ja, auch hier gibt es feine Unterschiede…

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