Gute Vorsätze dauerhaft umsetzen

Woran die meisten guten Vorsätze scheitern

Bei einem Kollegen, der viel mit Fitnessstudios zusammenarbeitet, habe ich gelesen, dass in den Fitnessstudios vom 1. – 14. Januar der Betrieb vorübergehend enorm ansteigt. Ab dem 15. Januar kehrt dann wieder Normalbetrieb ein. Ganze zwei Wochen reicht der Elan des neuen Jahres.

Viele Menschen wissen zwar, was ihnen gut täte, haben vielleicht sogar schon gute Erfahrungen damit gemacht, und doch lassen sie es wieder schleifen. Immer wieder kommt etwas dazwischen und so verliert der gute Vorsatz sich mehr oder minder schnell wieder im üblichen Wahnsinn des Alltags. Weil wir so oft, viel wissen, aber doch wenig tun, haben Rolf Wunderer und Heike Bruch für diese weit verbreitete mangelnde Umsetzungskompetenz das Schlagwort geprägt: “Wir sind Wissensriesen, aber Umsetzungszwerge“. Deshalb geht es mir bei meinen Coachings immer wieder darum, meine Klient*innen insbesondere bei der Umsetzung zu unterstützen.

Wie die Fülle der Artikel hier zu Zielen, Selbstvertrauen und Motivation zeigt, beschäftige mich sehr intensiv mit den Faktoren, die unsere  Motivation und die Umsetzung von Zielen unterstützen. Nach meiner Erfahrung gibt es nicht den einen einzigen Grund, woran wir scheitern. Deshalb gibt es auch nicht die eine einfache Lösung – logisch sonst wäre das Problem auch nicht mehr so verbreitet. Hier kommt jetzt eine Auswahl der häufigsten Faktoren, an denen die meisten guten Vorsätze scheitern:

Unklare Ziele

Immer wieder begegnet mir bei Wünschen, die Menschen an sich selbst haben, der vage Vergleich zum jetzigen Zustand: ich möchte mehr Sport machen, mehr schlafen, liebevoller mit mir selbst umgehen oder auch: weniger essen, weniger wiegen, weniger schlafen.

Eine andere Variante von unklaren Zielen ist die, sie in die vage Zukunft zu verschieben: morgen fange ich an, mich gesünder zu ernähren. Ab nächster Woche fange ich an zu joggen.

Fehlende Strategien

Im Wettstreit zwischen einem Stück Schokolade und einer Möhre gewinnt meistens das Stück Schokolade. Oder die gemütliche Couch gewinnt gegen die Laufschuhe. Weil wir uns eben nicht in erster Linie von unserem Verstand leiten lassen, sondern von unseren Empfindungen. Unsere augenblickliche Befindlichkeit und der kurzfristige Gewinn wiegen bei unseren Entscheidungen viel stärker als die langfristige Auswirkung unseres Verhaltens. „Kurzfristig“ schlägt „langfristig“ in unserem Empfinden. Nahezu jedes Mal – wenn wir nicht gegensteuern.

Die Dringlichkeitsfalle

Die meisten guten Vorsätze, sei es der Sport, der liebvollere Umgang mit uns selbst oder das Meditieren sind nie wirklich dringend. Klar, wir haben es uns vorgenommen, aber dann kommt der Alltag: die Kinder brauchen unsere Aufmerksamkeit, unser Partner hat ein Anliegen, unsere Nachbarin wünscht sich Hilfe, der Kollege, der Chef, der Haushalt, das Ehrenamt … All diese verschiedenen Aufgaben fressen unsere Zeit und oft auch unsere guten Vorsätze gleich mit.

Sich selbst nicht so wichtig nehmen

So, wie oft alles andere dringender ist, als die eigene Gesundheit und das eigene Wohlbefinden, haben bei vielen Menschen auch die Anliegen der anderen eine höhere Priorität als die eigenen Bedürfnisse. Sehr oft höre ich – insbesondere von Frauen – dass sie sich wünschen würden, ihre eigenen Vorhaben und Bedürfnisse so wichtig zu nehmen, wie berufliche Anforderungen oder die Wünsche des Umfelds.

Hohe Hürden einbauen

Eine Variante von hohen Hürden ist die, mir selbst Bedingungen zu stellen. Damit ich mir erlauben darf, mir Zeit für mich zu nehmen, muss ich erst die stressige Phase auf der Arbeit hinter mich bringen (die womöglich keine Phase ist, sondern ein Dauerzustand). Eine andere Variante besteht darin, mir das Aufraffen besonders schwer zu machen. Ich hatte mal in einem meiner Seminare eine Teilnehmerin, die gern abends schwimmen gehen wollte. Allerdings musste sie warten, bis die Vereine das Schwimmbad verlassen hatten. Wenn sie vorher auf der Couch landete, war das Aufraffen zum Schwimmen ein enormer Kraftakt.

Ängste und Zweifel

Wer etwas Neues wagt, kann nicht im Vorhinein wissen, was die Zukunft bringt. Niemand kann sicher wissen, ob das was er sich erhofft, auch tatsächlich genauso eintritt. Insofern gehören Ängste und auch Zweifel zu jedem Vorhaben dazu. Doch oft sind sie uns nicht bewusst und halten uns zurück, während wir doch scheinbar wirklich wirklich wollen.

Hast du deine Hürde(n) gefunden? Oder sind es bei dir andere? Schreib mir, was dich abhält, umzusetzen, was du dir vornimmst. Und wenn du magst, lass uns gemeinsam deine Themen angehen.

Dieser Beitrag ist auch im Magazin von The-Coach.Net erschienen: https://the-coach.net

 Die Autorin: Ingrid Huttary, Coach für Selbstwirksamkeit und Lebensfreude

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2 Antworten

  1. danke, liebe Ingrid! ich freu mich sehr, im Februar mit Dir weitermachen zu können. Gerade bin ich auf dem Absprung in den fernen Osten….alles sehr aufregend. da kann ich aber auch gut aus der Distanz auf das Wesentliche schauen und ganz ins Gefühl kommen, was mir gut tut. es geht ja doch immer nur um mein ganz persönliches Gefühl, was richtig und falsch ist! Das zu stabilisieren, sehe ich als das Wesentliche für die kommende Zeit.

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