Der Wholeness Prozess – fortgeschrittene Techniken

Wholeness Wasserlilie

Der Wholeness Prozess – fortgeschrittene Techniken

Ich habe hier auf diesem Blog bereits einmal über den Wholeness Prozess von Connirae Andreas geschrieben.

Jetzt habe ich am Fortgeschrittenen Programm teilgenommen und bin erneut geflasht, was diese Wholeness Prozesse auf ganz sanfte, leichte Weise bewirken. In verschiedenen Übungen und Übungsgruppen sind wir diverse Themen angegangen. Ich greife hier jetzt mal ein Beispiel unter vielen heraus, das vielleicht auch viele andere Menschen kennen.

Umgang mit Vorwürfen

Meine Übungspartnerin und ich haben beide bearbeitet, dass wir empfindlich auf Vorwürfe reagieren. Dabei war es völlig unerheblich, ob der Bezug im Außen, also der Anlass für den Vorwurf, für uns Sinn machte. Einfach die Haltung des Gegenübers löste sofort, bevor der bewusste Verstand sich einschalten konnte, unangenehme Gefühle aus.

Wenn ich Seminare halte, egal ob der Titel „Wege zur Gelassenheit“ oder „Stressmanagement“ lautet, dann sprechen wir viel darüber, dass unsere Reaktion nicht unmittelbar vom Außen bestimmt wird. Es ist unsere innere Haltung, die den entscheidenden Unterschied macht. Deswegen biete ich für solche Reaktionen immer wieder Reframings also Umdeutungen an, wie etwa: Jeder Mensch ist entweder dein Freund oder dein Coach. Oder auch den Satz: Wer hat hier das Problem? Immer mit der Absicht, die Macht zu mir selbst zurückzuholen bzw meine Teilnehmer*innen zu befähigen, die Macht zu sich zurückzuholen. All das ist jedoch eher kognitiv und greift meist erst, nachdem die erste gefühlsmäßige Reaktion bereits eingetreten ist.

Der Chef im Gehirn

Denn in unserem Gehirn ist ja nicht die Großhirnrinde der Chef. Im limbischen System entstehen die Gefühle lange bevor die Großhirnrinde, der Sitz des bewussten Verstandes, überhaupt mit der kognitiven Verarbeitung der Äußerung des Gegenübers begonnen hat. Lange heißt hier übrigens, dass das limbische System binnen von Millisekunden reagiert, die Großhirnrinde dagegen Hundertstel von Sekunden braucht. Insofern ist „lange“ recht relativ.

Wenn ich mir nun mit dem bewussten Verstand sage: Ist doch nicht so schlimm. Oder auch: Der meint es ja nur gut. Oder: Ach, da kommt wieder mein Gelassenheitscoach daher. Oder eben: Wer hat hier das Problem? Dann hilft es manchmal. Oft allerdings auch nicht oder nicht nachhaltig, weil diese Art der Verarbeitung das Großhirn adressiert und damit nicht die Gehirnregion, die die negativen Gefühle produziert.

Auch im „klassischen NLP“ gibt es deswegen viele Methoden und Formate, die mit Bildern und inneren Anteilen arbeiten, oft mit Trancen oder tranceartigen Zuständen, um in tieferen Regionen des Gehirns ungünstige Verknüpfungen aufzulösen und nachhaltige Veränderungen auch auf der Gefühlsebene zu ermöglichen.

Sanfte Auflösung an der Basis

Die Wholeness Prozesse bieten aus meiner Erfahrung heraus jetzt neuartige Wege, um noch tiefer und zugleich ganz sanft Probleme an der Basis aufzulösen. Indem sie Verknüpfungen mit ungünstigen Assoziationen, internalisierten Autoritäten und alten Ich-Zuständen spürend auflösen. Im Anschluss an den Prozess, in dem meine Kollegin und ich unsere Reaktionen auf Vorwürfe bearbeitet haben, war eine meiner ersten Reaktionen: Jetzt fühle ich tief in mir tatsächlich: „Wer hat hier das Problem?“. Es ist nicht mehr nur ein Gedanke. In mir hat sich ein neues Gefühl von liebevoller Milde ausgebreitet. Das, was mir bisher kognitiv eingeleuchtet hatte, ist jetzt tatsächlich auch tief im limbischen System gefühlsmäßig verankert.

Ein Reset fürs Nervensystem

Wie bereits in meinem ersten Artikel zum Thema erwähnt, beschreibt Connirae Andreas selbst diese Erfahrungen, als natürliches Wegschmelzen von bis dahin scheinbar unlösbaren Herausforderungen. Das gesamte Nervensystem entspannt sich und kommt in den Genuss einer Art von „Reset“.

Ich nehme mich selbst als recht bodenständig und areligiös wahr. Diese Prozesse empfinde ich insofern als ungeheuer heilsam, versöhnlich und befreiend, als dass sie religionsfrei einen Zugang zu Erfahrungen eröffnen, die eine spirituelle Dimension haben. Connirae beschreibt diese Erfahrungen auf ihrer Seite als natürliches Wegschmelzen von bis dahin scheinbar unlösbaren Herausforderungen. Das gesamte Nervensystem entspannt sich und kommt in den Genuss einer Art von „Reset“.

Ein praktisches Beispiel

Wenn du jetzt neugierig bist, wie diese Methode tatsächlich abläuft, dann hör dir doch die Podcast-Episode dazu an.

 Die Autorin: Ingrid Huttary, NLP-Lehrtrainerin und NLP-Lehrcoachingrid-rund

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