Das Growth-Mindset

Foto Kopf Growth-Mindset und Achtsamkeit

Die spannenden Erkenntnisse von Carol Dweck

Immer mal wieder begegne ich bei unterschiedlichen Gelegenheiten den hochspannenden Forschungsergebnissen zum Thema Growth-Mindset von Carol Dweck. Dieses von ihr im Laufe vieler Jahre herausgearbeitete Mindset unterstützt Menschen dabei, voller Selbstvertrauen und Optimismus ihr Leben zu gestalten. In Carol Dwecks Forschungsergebnissen entdecke ich viele Parallelen zu den Themen, die mich immer wieder beschäftigen. Sei es das Thema Selbstvertrauen, Achtsamkeit oder Gegenwind als Aufwind.

Begonnen hat Carol Dweck ihre Studien mit 10-jährigen Schülern, denen sie ein etwas zu schwieriges Puzzle zu lösen gab. Ihr fiel auf, dass einige Schüler*innen diese Herausforderung geradezu beflügelte und sie darin eine große Lernchance sahen. Mit der Zeit entwickelte sie auf Basis vieler Studien die beiden gegensätzlichen Mindsets: das Growth-Mindset, zu Deutsch dynamisches Selbstbild oder Wachstumsdenken und das Fixed-Mindset, das statische Selbstbild oder Denken.

Die beiden Mindsets im Vergleich

Menschen mit einem Growth-Mindset denken:

  • Ich kann alles lernen, was ich will
  • Ich muss nur ordentlich üben und mich anstrengen, dann kann ich jedes realistische Ziel erreichen.
  • Scheitern ist eine Möglichkeit zu lernen.
  • Herausforderungen spornen mich an.
  • Ich freue mich auf Wachstum.
  • Mein Einsatz und meine Einstellung bestimmen meine Fähigkeiten und meinen Erfolg.
  • Für Erfolg strenge ich mich gern an.
  • Auch wenn ich mal frustriert bin, halte ich durch.
  • Der Erfolg anderer inspiriert mich.

Menschen mit einem Fixed-Mindset denken:

  • Ich bin entweder gut darin oder eben nicht.
  • Es hängt vom Talent ab, ob ich etwas kann oder nicht.
  • Scheitern zeigt mir die Grenzen meiner Fähigkeiten.
  • Herausforderungen machen mir Angst.
  • Ich habe Angst zu versagen.
  • Mein Potenzial ist vorherbestimmt. Deswegen bestimmen meine Talente meinen Erfolg.
  • Anstrengung bedeutet, dass ich untalentiert bin.
  • Wenn ich frustriert bin, gebe ich auf.
  • Erfolge anderer stellen mich in Frage.

Woher kommen die Unterschiede und wie konstant sind sie?

Menschen entwickeln im Laufe ihres Lebens durch ihr Umfeld und ihre Erfahrungen, die Überzeugungen und die Erwartungshaltungen mit denen sie durchs Leben gehen. So wird das entsprechende Mindset stark geprägt durch das familiäre Umfeld und später durch das schulische. Dennoch sind die wenigsten Menschen immer nur im einen oder anderen Mindset unterwegs. Das heißt auch, dass es kaum jemandem immer und in jeder Situation gelingt, aus einem Growth-Mindset heraus zu handeln. Weil unser Mindset je nach Kontext variiert.

Niemand verharrt in einem der beiden Mindsets

Carol Dweck selbst sagt auf Basis ihrer langjährigen Forschungen, dass Menschen nicht für immer ein Fixed- oder ein Growth-Mindset haben, sondern dass sich diese Einstellung ständig ändern kann oder dass in einigen Lebensbereichen bei uns ein Fixed- beziehungsweise ein Growth-Mindset vorherrschen kann.

So kann jemand im beruflichen Umfeld sehr wachstumsorientiert unterwegs sein, in der Partnerschaft aber ein ganz statisches Mindset haben. Die meisten Menschen kennen das von sich selbst, dass sie sich mit bestimmten Eigenschaften von sich selbst identifizieren. Davon zeugen dann Aussagen wie: So bin ich halt. Oder: Ich bin ein Mensch, der nicht gut mit Stress klarkommt. Das sind stark statische Aussagen, die Menschen völlig selbstverständlich neben dem eigenen Selbstbild, dass sie lernfähig, neugierig und offen für Herausforderungen sind, kultivieren.

Welches Mindset gerade vorherrscht, bestimmt, wie ich mich verhalte. Denn es sind immer unsere Einstellungen, die zunächst unsere Wahrnehmung bestimmen, im nächsten Schritt unsere Bewertungen und dann unser Verhalten.

Das führt dazu, dass jemand mit einem Growth-Mindset

  • Herausforderungen sucht und sich traut, sie anzugehen.
  • Neues liebt und sich gern aus der Komfortzone wagt.
  • Fehler als Lernchance sieht und Konsequenzen daraus zieht.
  • großes Durchhaltevermögen entwickelt, weil er so lange daran arbeitet, sich zu verbessern, bis die Aufgabe gelöst ist.
  • das eigen Verhalten reflektiert und
  • sich von Erfolgen anderer inspirieren lässt.

Während jemand mit einem Fixed-Mindset

  • Herausforderungen lieber vermeidet, weil er Angst davor hat.
  • lieber in seiner Komfortzone bleibt.
  • versucht, Niederlagen, Misserfolge und Rückschläge zu verbergen.
  • schnell aufgibt, weil er denkt, dass ihm etwas nicht liegt.
  • über andere urteilt und
  • eifersüchtig auf die Erfolge anderer reagiert.

Das Growth-Mindset und das Umfeld

Ich habe an anderer Stelle schon mal geschrieben: Fehler vermeiden ist dumm. Das passt auch wieder perfekt zum Growth-Mindset. Und zeigt zugleich, wie wichtig auch das Umfeld ist. Denn in der Schule und in vielen Unternehmen herrscht nach wie vor oft ein statisches Mindset vor, das es Schüler*innen und Mitarbeiter*innen oft erschwert, vertrauensvoll ihr Growth-Mindset zu leben.

 

Die Autorin: Ingrid Huttary, Expertin für souveräne Führung und gesunde Lebensbalance

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1 Antwort

  1. 23. Juli 2020

    […] Woche habe ich hier über den Unterschied zwischen einem Growth-Mindset und einem Fixed-Mindset geschrieben. Heute […]

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