Trau dich zu fragen

Trau dich, einfach mal zu fragen

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Heute möchte ich dich inspirieren, Fragen zu stellen. Dir selbst und gern auch anderen. Allzu oft trauen Menschen sich nicht, einfach mal zu fragen. Manche versuchen alles allein zu schaffen, um nur ja niemandem zur Last zu fallen. So habe ich zum Beispiel oft Mütter in meinen Seminaren sitzen, denen es ungeheuer schwer fällt, andere Mütter mal zu bitten, einen Nachmittag ihr Kind mitzunehmen. Meist sind es genau die, die selbst sehr viel für andere tun.

Wenn Mutmaßungen das Klima vergiften

Andere mutmaßen lieber, was wohl im Gegenüber vor sich gehen mag. Sie üben sich lieber im Gedankenlesen, statt einfach mal nachzufragen. In ihrem Kopf rotiert es: Mein Kollege hat mich gestern nicht gegrüßt. Ich weiß zwar nicht, was es sein könnte, aber irgendwas muss ich falsch gemacht haben.

Viele Konflikte können nur deshalb über lange Zeit vor sich hin gären, weil die Beteiligten lieber im eigenen Saft schmoren und sich alle möglichen Geschichten zusammenreimen, was der andere wohl denkt oder vorhat oder gemeint hat, statt einfach mal zu fragen.

Dazu heute eine kleine Geschichte, die ich immer wieder herzerfrischend finde:

Die Todesliste des Bären

Große Aufregung im Wald! Es geht das Gerücht um, der Bär habe eine Todesliste. Alle fragen sich, wer denn nun da drauf steht. Als erster nimmt der Hirsch allen Mut zusammen und geht zum Bären und fragt ihn: „Entschuldige Bär, eine Frage: Steh ich auch auf deiner Liste?” „Ja”, sagt der Bär, „du stehst auch auf meiner Liste.” Voller Angst dreht sich der Hirsch um und läuft weg. Und tatsächlich, nach zwei Tagen wird der Hirsch tot gefunden.

Die Angst bei den Waldbewohnern steigt immer mehr und die Gerüchteküche auf die Frage, wer denn nun auf der Liste steht, brodelt. Das Wildschwein ist das nächste Tier, dem der Geduldsfaden reißt und das den Bären aufsucht, um ihn zu fragen, ob es auch auf der Liste stehe. „Ja, auch du stehst auf meiner Liste”, antwortet der Bär. Verschreckt verabschiedet sich das Wildschwein vom Bären. Auch das Wildschwein fand man nach zwei Tagen tot auf.

Nun bricht Panik bei den Waldbewohnern aus. Nur der Hase traut sich noch zum Bären. „Hey Bär, steh ich auch auf deiner Liste?” „Ja, auch du stehst auf meiner Liste!” „Kannst du mich da streichen?” „Ja klar, kein Problem!”

Quelle unbekannt

Welche Frage würde dich entlasten?

Passend zu dieser kleinen Geschichte heute meine Frage an dich: Welche Frage, an der richtigen Stelle platziert, würde dich entlasten? Welche Frage würde dich weiterbringen? Von wem hättest du gern eine Antwort?

Und dann nimm einfach deinen Mut zusammen, wie der Hase und frag. Du wirst erstaunt sein. Nach meiner Erfahrung machen die meisten Menschen, wenn sie sich trauen, Fragen zu stellen, die sie weiterbringen oder entlasten, überwiegend positive Erfahrungen.

Bewegung in festgefahrene Denkweisen bringen

Fragen bringen auch Bewegung in festgefahrene Denkweisen. Gerade in stressigen Zeiten hilft es, sich öfter mal zu fragen: Muss ich das wirklich? Was könnte ich weglassen? Was könnte ich anders machen?

Also: Welche Frage bringt dir Entlastung? Und dann los. Trau dich und frag!

 Die Autorin: Ingrid Huttary, Coach für Lebensfreude und Lebensbalance

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